Die Staatlichen Archive Bayerns und die Arolsen Archives laden zu einer Zwischenbilanz
des Projekts #lostwords in Anwesenheit von Angehörigen und Freiwilligen ein.
Wann: Mittwoch, 29. April 2026, 17 ‒ 19 Uhr
Wo: Staatsarchiv München, Lesesaal, 1. OG, Schönfeldstraße 3, 80539
München
Mit: Ministerialdirektorin Stephanie Jacobs (Amtschefin im Bayerischen
Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst)
Dr. Bernhard Grau (Generaldirektor der Staatlichen Archive)
Moritz Wein (Direktor der Arolsen Archives)
Ensemble-Mitglieder der Münchener Kammerspiele lesen einige
Passagen aus den Briefen.
Eine Gesprächsrunde mit Angehörigen, Freiwilligen und Mitwirkenden. Wer waren die
Opfer? Was bedeuten ihre letzten Worte für die Familien? Und welchen Wert haben die
Abschiedsbriefe heute? Die Veranstaltung vermittelt Eindrücke und Perspektiven der unterschiedlichen Beteiligten.
Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte hier an.
Über das Projekt
Im Gefängnis München-Stadelheim wurden über 1.000 Menschen durch die NS-Justiz
hingerichtet. Viele der Gefangenen verfassten Abschiedsbriefe, rund 50 davon wurden nie
zugestellt. #lostwords hat zum Ziel, diese letzten Worte an Angehörige und Nachkommen
der Opfer zu übermitteln. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen den Arolsen Archives und den Staatlichen Archiven Bayerns. Eine wesentliche Unterstützung bei der Suche leisten international tätige Freiwillige.
Über die Staatlichen Archive Bayerns
Die Staatlichen Archive Bayerns übernehmen, sichern und erhalten die schriftliche Überlieferung des Freistaates Bayern in analoger wie in digitaler Form. Das Archivgut umfasst
knapp 50 Mio. Archivalien. Das Staatsarchiv München verwahrt unter anderem die
Unterlagen der JVA München-Stadelheim. Die Hinrichtungsakten, teilweise mit Abschiedsbriefen, sind dort gemäß Bayerischem Archivgesetz für alle wissenschaftlichen
und privaten Recherchen einsehbar und können digital über den virtuellen Lesesaal recherchiert werden.
