#everynamecounts
in der Schule

#everynamecounts<br />
in der Schule

Bauen Sie mit Ihren Schüler*innen mit am größten digitalen Denkmal für die Opfer der NS-Verfolgung! Gestalten Sie auf diese Weise aktive und lebendige Bildungsarbeit und setzen Sie gemeinsam ein Zeichen für Respekt, Solidarität und Vielfalt. Wir unterstützen Sie bei der Einbindung von #everynamecounts in Ihren Unterricht mit hilfreichen Angeboten und Materialien.

#everynamecounts ist sehr gut geeignet, um sich im Schulunterricht mit der nationalsozialistischen Verfolgung zu beschäftigen und dabei aktiv an der Erinnerungskultur mitzuwirken. Dies gilt gerade auch für den Distanzunterricht unter den Bedingungen der Corona-Pandemie. Das Projekt vermittelt Schüler*innen methodische Kompetenzen im Umgang mit Archivquellen, fördert forschend-entdeckendes Lernen und ermöglicht die Auseinandersetzung mit den Dimensionen der NS-Verfolgung.

Material für die Bildungsarbeit

Die Einbindung von #everynamecounts in den Unterricht ist je nach verfügbarer Zeit und dem Hintergrund der Lerngruppe flexibel skalierbar – von einer 90-minütigen Unterrichtseinheit bis zum Projekttag. Die Plattform für die Dateneingabe steht ebenso wie eine digitale Einführung in englischer, deutscher, polnischer, französischer und spanischer Sprache zur Verfügung. Für die Mitwirkung benötigt jede/r Schüler*in einen eigenen Computer oder ein Tablet sowie eine Internetverbindung.

Digitale Einführung

Zum Einstieg absolvieren die Schüler*innen eigenständig die digitale Einführung zu #everynamecounts. In einer interaktiven Slideshow erfahren sie anhand eines KZ-Dokuments zu dem 15-jährigen Schüler Siegfried Schneck, der als „Zigeuner“ verschleppt und in Auschwitz ermordet wurde, umfassende Hintergründe über die nationalsozialistische Verfolgung und erhalten Informationen zur Bedeutung der Archivdokumente. 

In einer integrierten Übung wird zudem die Datenerfassung („Indizierung“) im Projekt #everynamecounts erprobt. Eine optionale Vertiefung bietet weitere Informationen zu Häftlingsgruppen in den Konzentrationslagern, denen die Schüler*innen bei der eigenen Mitwirkung am Projekt begegnen werden. Teil der Einführung sind auch mehrere Videoclips. Jugendliche sprechen darin über die Bedeutung und die Ziele von #everynamecounts.

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Verpassen Sie keine Neuigkeiten zu #everynamcounts! Wir informieren Sie regelmäßig über kommende Ereignisse und Meilensteine des Projekts. 

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Registrieren Sie Ihre Schule oder ihre Schulklasse als Partner von #everynamecounts – machen Sie mit beim Aufbau des größten digitalen Denkmals für die Opfer der NS-Verfolgung!

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Wer ist schon dabei?

Unsere Initiative wird bereits von vielen Partnern unterstützt: Prof. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, ist ab 2021 Schirmherrin der Initiative. Außerdem konnten wir zahlreiche internationale Institutionen als Partner gewinnen, darunter die UN, die UNESCO, das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau und die internationale Bewegung Combat Anti-Semitism mit ihren knapp 300 angeschlossenen Organisationen.

Wie alles begann

Im Januar 2020 starteten wir #everynamecounts als Pilotprojekt mit rund 1000 Schüler*innen. Für einen Tag wurden die Dokumente lebendig und alle waren begeistert und stolz an diesem großen Projekt teilzuhaben. Wie haben die Jugendlichen das Projekt erlebt? In diesem Video kommen Schüler*innen zu Wort:

«Meine Schüler sahen eine hohe Sinnhaftigkeit in dem Projekt: „Sonst machen wir immer nur Sachen, bei denen klar ist, was rauskommt und die machen wir nur für die Noten. Hier helfen wir wirklich jemandem mit unserer Arbeit!“ Das Material war wunderbar durchdacht und schön aufgearbeitet. Für die Schüler*innen war das ein wirkliches Erfolgserlebnis!»

 

Julia Schweigart, Friedrich-Ebert-Gesamtschule Frankfurt

Wie können Schulen uns unterstützen? 

Machen Sie unsere Initiative zu einem Bestandteil ihres Schulunterrichts und werden Sie gemeinsam mit ihren Schüler*innen Teil eines sinn- und Gemeinschaft stiftenden Projektes. 

Fünf Gründe, bei #everynamecounts mitzumachen:

  • Der gemeinsame Bau eines zukunftsweisenden, digitalen Denkmals für alle NS-Opfer.

  • Ein aktives Zeichen setzen gegen Hass, Diskriminierung und Rassismus. Denn die Gründe für Verfolgung sind zeitlos.

  • Internationales, Ländergrenzen überwindendes Projekt, das verbindet und zeitgemäßes Engagement ermöglicht.

  • Die internationale Jugend zum Gedenken und Mitmachen aktivieren. Jetzt in drei Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch.

  • Das Wissen über die Verfolgung im Nationalsozialismus aufrechterhalten und Brücken in die Gegenwart bauen.

Die Erfolge von #everynamecounts bisher

(Stand Dezember 2020) 

10.000 registrierte Freiwillige
2,5 Millionen erfasste Dokumente
55.000 Nachrichten auf unserem Crowdsourcing Portal

Häufige Fragen zum Projekt #everynamecounts

Wir verfolgen mit #everynamecounts das Ziel, dass alle Namen auf allen Dokumenten in unserem Online-Archiv gefunden werden können. Je nach Dokumententyp werden auch weitere Informationen wie das Geburtsdatum, der letzter freiwilliger Wohnort oder Verwandte, so dass möglichst viele Informationen über einen Menschen recherchierbar werden. Gemeinsam wollen wir ein digitales Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus bauen.

Jede*r mit einem PC und einer stabilen Internetverbindung, kann bei #everynamecounts mitmachen.

Eine Teilnahme ist in vier einfachen Schritten möglich:

1. Projektseite öffnen
2. Auf „Klassifizieren“ klicken oder unter „Fang an“ die Dokumente eines bestimmten Lagers zur Bearbeitung auswählen
3. Hilfreiche Hinweise für die Arbeit mit den Archivdokumenten durchlesen
4. Mithelfen!

  1. Teilen Sie unsere Kampagne auf Social Media und rufen Sie Ihre Follower zum Mitmachen auf.
  2. Veranstalten Sie Aktionstage und erfassen Sie die Dokumente gemeinsam mit Ihrer Belegschaft.
  3. Informieren und aktivieren Sie Ihr Netzwerk. Wir stellen Ihnen gerne Infomaterial zur Verfügung.
  4. Lassen Sie uns per Video oder Nachricht wissen, warum Sie das Projekt unterstützen.
  5. Nutzen Sie Ihre Newsletter, Verteiler, Website etc., damit wir möglichst viele Helfer finden.
  6. Unterstützen Sie #everynamecounts mit Ihrer Zuwendung.

2020 haben unsere Freiwilligen rund 2,5 Millionen Dokumente indiziert – ein grandioses Ergebnis. Aber das ist erst der Anfang!

Nein, eine Registrierung ist nicht nötig, aber möglich. Auf unserer #everynamecounts-Seite bei Zooniverse haben sich schon tausende von Freiwilligen registriert. Die kostenlose Registrierung ermöglicht zum Beispiel, im Forum mit anderen Nutzer*innen ins Gespräch über die Dokumente zu kommen.

Ob Kolleg*innen, Schulklasse, Sportteam oder Freundeskreis: Die digitale Einführung und das weitere Begleitmaterial zu #everynamecounts bieten allen Interessierten die Möglichkeit, sich an dem Projekt zu beteiligen und gemeinsam über die nationalsozialistische Verfolgung zu lernen.

  

In der zweiten Projektphase, die zum Holocaust-Gedenktag 2021 startet, werden zunächst Häftlingspersonalkarten  und Häftlingspersonalbögen aus verschiedenen Konzentrationslagern indiziert. Diese beiden Dokumententypen enthalten viele Informationen über den jeweiligen Menschen.

Häufige Fragen zu den Arolsen Archives

Die Arolsen Archives sind ein internationales Zentrum über die Verfolgten des Nationalsozialismus mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden der NS-Zeit. Die Sammlungen aus Millionen von Dokumenten zu Millionen von Schicksalen sind ein Denkmal aus Papier – von der UNESCO als Weltdokumentenerbe anerkannt.

Die Arolsen Archives wurden 1947 von den Alliierten gegründet. Ihre Ursprungsaufgabe damals: die Suche nach vermissten Opfern der NS-Diktatur und Dokumenten über die Verfolgungswege und NS-Verbrechen. Daraus ging 1948 der International Tracing Service (ITS) hervor. Über Jahrzehnte hat das Archiv Dokumente zu allen Opfergruppen des Hitler-Regimes zusammengetragen und aufbewahrt.

Seit 2013 gehört das Archiv zum Weltdokumentenerbe der UNESCO. 2019 benannte sich die Einrichtung in Arolsen Archives um und ist heute ein internationales Zentrum über die Verfolgung im Nationalsozialismus.

Die Bestände der Arolsen Archives beinhalten Information zu allen Opfergruppen der NS-Verfolgung. Das macht sie weltweit einzigartig. Das Archiv umfasst über 30 Millionen Akten, Karteikarten und Namenslisten zu Opfern des Holocaust und Häftlingen der Konzentrationslager, zu ausländischen Zwangsarbeiter*innen und Überlebenden.

17,5 Millionen Namen auf Hinweiskarten erzählen von 17,5 Millionen Schicksalen. Außerdem bewahren die Arolsen Archives rund 2800 Effekten auf. Das sind persönliche Gegenstände ehemals NS-Verfolgter, die vor allem in Konzentrationslagern gefunden wurden. Sie sollen den Familien und Nachkommen der rechtmäßigen Besitzer*innen zurückgegeben werden.

75 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs leben nur noch wenige Zeitzeugen der NS-Verbrechen. Heute und in Zukunft müssen also mehr denn je die Dokumente der Arolsen Archives diese Vergangenheit bezeugen. Dafür werden sie aufbewahrt, aufbereitet und allen zugänglich gemacht.

Die Arolsen Archives sind ein lebendiges Denkmal gegen das Vergessen der Gräueltaten, die heute von neuen Rassisten und Antisemiten geleugnet werden. Jede*r kann über die Online-Archive der Arolsen Archives die Schicksale der Opfer erforschen, und sie so nicht in Vergessenheit geraten lassen.

232 Mitarbeiter*innen arbeiten in den verschiedenen Abteilungen der Arolsen Archives. Sie recherchieren zum Beispiel Schicksale für Familienangehörige oder Freunde der Opfer, konservieren und digitalisieren Dokumente, erforschen und vermitteln sie.

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