Unsichtbar? Leben ohne deutschen Pass

Wie der Aufenthaltsstatus das Leben beeinflusst

Wie leben Menschen in Deutschland, die keinen deutschen Pass haben? Können sie reisen oder zu Ärzt*innen gehen? Wie läuft die Wohnungs- oder Arbeitssuche? Was ist mit Schule, Ausbildung oder Studium? In kurzen Videostatements geben Menschen mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus Einblicke in ihre oft unsichtbare Lebenswelt. Ergänzt durch Einordnungen von Expert*innen werden die rechtlichen Regelungen verständlich und ihre Auswirkungen auf den Alltag greifbar.

Das Lernmodul auf einen Blick

Format: interaktives Lernmodul mit kurzen Videostatements
Dauer: flexibel einsetzbar
Umfang: kurze Videostatements, ergänzt durch Erläuterungen von Expert*innen aus der Migrationsforschung, Geflüchtetenberatung und Verwaltung
Materialien: Videointerviews, Leitfragen
Zielgruppe: Schüler*innen ab Jahrgangsstufe 9
Fächer: Politik, Wirtschaft, Sozialwissenschaft, Ethik und Philosophie
Empfohlene Nutzung: Tablet oder Laptop mit Tonausgabe (Kopfhörer oder Lautsprecher)

Worum geht es?

Über ein interaktives Glücksrad gelangen Schüler*innen zufällig oder gezielt zu acht Erfahrungsberichten von Menschen, die mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus in Deutschland leben. Dieser Zugang symbolisiert die Zufälligkeit und Fremdbestimmtheit von Staatsangehörigkeit. In kurzen Videostatements berichten die Menschen, wie sie in Abhängigkeit von ihrem Aufenthaltsstatus an der Gesellschaft teilhaben können, aber auch, welche Barrieren ihre Teilhabe begrenzen. Ergänzt werden ihre Berichte durch Einordnungen und Erläuterungen von Expert*innen aus der Migrationsforschung, der Geflüchtetenberatung und der Verwaltung.

Didaktischer Ansatz

Lernziele & Kompetenzen

Wissen vermitteln: Verschiedene aufenthaltsrechtliche Status kennenlernen, mit denen Menschen in Deutschland leben, ihre Auswirkungen auf individuelle Lebenssituationen verstehen und faktenbasiert migrationsfeindlichen Diskursen entgegenwirken lernen.
Sensibilisierung: Sowohl für die mit den Aufenthaltsstatus verknüpften Lebenssituationen, Probleme und Privilegien als auch für die Zufälligkeit und Fremdbestimmtheit dieser Status.
Perspektiven jenseits der Dominanzgesellschaft wahrnehmen: Einblicke in Lebenswelten bekommen, die in der öffentlichen Wahrnehmung oft unsichtbar sind.
Eigenen Status reflektieren: Qua Differenz- bzw. Ähnlichkeitserfahrungen den eigenen Status inkl. der zugehörigen Privilegien und/oder Schwierigkeiten reflektieren.
Kritisches Bewusstsein entwickeln: Über die persönlichen Erzählungen, die die juristischen/administrativen Sachverhalte in ihren lebensweltlichen Konsequenzen (be-)greifbar machen, Empathie und ein kritisches Bewusstsein entwickeln.

Einsatz im Unterricht

Das Modul eignet sich:

Unterrichtseinheit zum Lernmodul „Unsichtbar?“
Integrieren Sie das Modul schnell und einfach in Ihren Unterricht, ohne viel Vorbereitungszeit.

In zwei Doppelstunden führen Schüler*innen einen Perspektivwechsel durch: Sie erarbeiten in Gruppen die Lebensrealitäten von sieben Menschen mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus, vertreten diese in einer Podiumsdiskussion und bilden sich ein eigenes Urteil zur Leitfrage: Sollte die Politik mehr dafür tun, allen in Deutschland gleiche Chancen auf ein gutes Leben zu ermöglichen? Entwickelt wurde die Einheit von Fabian Steininger, Lehrer an einer Gemeinschaftsschule in Berlin-Kreuzberg.

Jetzt mit Jugendlichen einsetzen

Das Lernmodul ist nicht für die mobile Nutzung optimiert. Für eine bestmögliche Lernerfahrung sind Tablets oder Laptops besonders geeignet.

Mehr von Arolsen School

Arolsen School steht für digitale Demokratiebildung mit innovativen Formaten zur kritischen Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart. Hier finden Sie weitere interaktive Lernmodule für Schule und Bildungsarbeit, die Pädagog*innen bei der Vermittlung von Geschichte und gesellschaftlichen Fragen unterstützen.

Lernmodule Arolsen School