Gelesene Briefe

Die Münchner Kammerspiele geben letzten Briefen der in Stadelheim Hingerichteten eine Stimme

Die Münchner Kammerspiele stehen für mutige, zeitgenössische Theaterkunst und eine offene, demokratische Haltung. Als „Theater der Stadt“ sind sie eng mit München und seiner Geschichte verbunden – deshalb zeigte das Ensemble unter der Leitung von Intendantin Barbara Mundel direkt großes Interesse an dem Projekt #lostwords und den Abschiedsbriefen aus dem Gefängnis Stadelheim. Sechs Schauspielerinnen und Schauspieler lesen in kurzen Videos Auszüge aus den Briefen – und lassen Worte hörbar werden, die ihre Adressaten nie erreicht haben und lange unbekannt waren.

Gelesene Briefe

Auszug aus dem Brief von Marie Ehrlich, 81 Jahre
hingerichtet am 10.02.1944 wegen „Zersetzung der Wehrmacht“
Gelesen von Anja Signitzer
Auszug aus dem Brief von Johannes Fleischmann, 42 Jahre
hingerichtet am 28.11.1941 wegen „gefährlicher Gewohnheitsverbrechen“
Gelesen von Walter Hess
Auszüge aus den Briefen von Victor Douillet, 24 Jahre und René Blondel, 24 Jahre
hingerichtet am 28.10.1943 wegen „Diebstahls von Kleintieren
Gelesen von Frangiskos Kakoulakis
Auszug aus dem Brief von Charlotte Schulz, 20 Jahre
hingerichtet am 17.05.1943 wegen „Diebstahls
Gelesen von Maren Solty
Auszug aus dem Brief von Nikolaus Segota, 41 Jahre
hingerichtet am 25.05.1943 als „internationaler Hoteldieb“
Gelesen von Edmund Telgenkämper
Auszug aus dem Brief von Jan Stępniak, 19 Jahre
hingerichtet wegen „Herabsetzung des Deutschen Volkes“
Gelesen von Luis Brunner

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