Flügeltüren auf und los: #StolenMemory tourt mit vier Ausstellungs-Containern gleichzeitig durch Europa, zuletzt in Deutschland, Polen und Frankreich. Ob Fußgängerzone oder Marktplatz, der #StolenMemory-Container ist ein Blickfang und war schon in vielen europäischen Städten zu Gast.
Ausstellung im mobilen Container
Die Wanderausstellung ist in einem umgestalteten Übersee-Container untergebracht, dessen Seitenwände aufgeklappt werden können. Anhand von Fotos persönlicher Gegenstände erzählt #StolenMemory die Geschichten von fünf ehemaligen Häftlingen, deren Verwandte wir noch suchen. Auf fünf weiteren Plakaten werden die Geschichten erfolgreicher Rückgaben an Familien vorgestellt.
#StolenMemory auf Tour in Europa




Die Angehörigen kommen in Videoportraits zu Wort, die über QR-Codes abgerufen werden können. Darin berichten die Nachfahren von den Schicksalen der Verfolgten und davon, was ihnen die zurückgegebenen Gegenstände bedeuten. Auf zusätzlichen Tafeln informieren wir über das KZ-Lagersystem und stellen die Kampagne vor.
Besonders für Jugendliche geeignet
Der biografische Einstieg über die Schicksale der Opfer ermöglicht einen emotionalen Zugang zum Thema und eignet sich damit besonders für Jugendliche. Durch Kooperationen mit örtlichen Institutionen, wie Schulen und Vereinen, können Schüler*innen mit Biografien und Dokumenten arbeiten und sich selbst auf Spurensuche begeben. Auf der #StolenMemory-Website stehen kostenlose Bildungsmaterialien für die Vorbereitung zum Download bereit.
Außerdem bietet die Website interessante Einblicke: Kurze Animationsfilme mit ergänzenden Webstories und Videos mit Angehörigen erzählen von individuellen Schicksalen. Die #StolenMemory-Animationsfilme wurden bereits auf verschiedenen internationalen Filmfestivals gezeigt und im Juni 2021 mit dem Grimme Online Award in der Kategorie „Bildung und Wissen“ ausgezeichnet.
Ermöglicht hat die Fördermaßnahme „Kultur im ländlichen Raum“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien die Entwicklung und den Bau des ersten #StolenMemory-Ausstellungscontainers. Den Bau und die Tour der weiteren drei Container konnten wir dank Unterstützung des US-amerikanischen, des belgischen und des französischen Außenministeriums, dem Auswärtigen Amt sowie der Fondation pour la Mémoire de la Shoah umsetzen.
Der Architekt Stefan Blaas hat die Container entworfen, Konstruktion und Bau erfolgten durch die Containermanufaktur Berlin.
Wir kommen zu Ihnen
Als #StolenMemory-Gastgeber entstehen für die Kommunen keine Kosten – die Arolsen Archives stellen die Container frei zur Verfügung und kümmern sich um An- und Abtransport. Wir unterstützen Sie außerdem mit Flyern, Broschüren und Postern sowie bei der Pressearbeit.
Alles, was wir brauchen, ist ein guter Standort, an dem es viel Publikumsverkehr gibt. Denn das ist das Konzept der Wanderausstellung: Man „stolpert“ darüber im öffentlichen Raum – die Menschen werden durch die persönlichen Gegenstände und Schicksale angeregt, sich mit der nationalsozialistischen Verfolgung und ihren Auswirkungen bis in die heutige Zeit auseinanderzusetzen.
