Der Bund baut für das internationale Zentrum zur NS-Verfolgung ein modernes Archivgebäude in der Jahnstraße – der Einzug ist für 2028 geplant.
- Umsetzung durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) und unter Fachaufsicht der Oberfinanzdirektion (OFD) Frankfurt/Main
- Architektonischer Entwurf von Nieto Sobejano Arquitectos hat sich in einem europaweiten Verfahren durchgesetzt
- Informationsangebote für Anwohnende vorgesehen
Der Bau eines neuen Archivgebäudes für die Arolsen Archives startet Anfang 2026. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Bauherrin und Eigentümerin des Grundstücks sowie der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) als projektverantwortliche Instanz setzen das Bauvorhaben im Auftrag des Bundes um. Erworben wurde das Baugrundstück von der BlmA, die Arolsen Archives werden nach Fertigstellung Mieterin des Gebäudes sein.
Der Neubau entsteht auf dem Grundstück Jahnstraße 7 in Bad Arolsen – direkt gegenüber dem Hauptgebäude der Arolsen Archives an der Großen Allee. In der Jahnstraße befindet sich derzeit ein älteres Bestandsgebäude mit Garagen, das ab Januar 2026 abgerissen wird. Bis 2028 entsteht an dieser Stelle ein modernes Archivgebäude für die international bedeutende Sammlung zur Geschichte der Opfer und Überlebenden des Nationalsozialismus. Ziel des Neubaus ist die zentrale, archivgerechte und nachhaltige Sicherung der Bestände.
Zeitplan für Bau und Fertigstellung
Der Abriss auf dem Grundstück der BImA ist für Januar 2026 vorgesehen und soll bis Anfang März abgeschlossen sein. Im Anschluss folgen notwendige Tiefbauarbeiten, bevor ab September 2026 mit dem Hochbau begonnen wird. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende April 2028 geplant.
Architektur mit Bedeutung
Der Entwurf für den Neubau stammt vom renommierten spanisch-deutschen Architekturbüro Nieto Sobejano Arquitectos, das sich in einem europaweiten Vergabeverfahren durchgesetzt hat. Die Fassade aus rot eingefärbten Betonfertigteilen erinnert an Archivboxen, ein gestalterischer Verweis auf die Funktion des Gebäudes. Gleichzeitig fügt sich der Bau in die Wohnumgebung ein und berücksichtigt Aspekte nachhaltiger Bauweise wie die sparsame Versiegelung von Flächen.
Gute Nachbarschaft im Blick
Während der Bauzeit kann es zu unvermeidlichen Belastungen durch Baustellenverkehr, Lärm und Staub kommen. Deshalb wird besonderer Wert auf eine offene Kommunikation mit der Nachbarschaft gelegt. Geeignete Informations- und Rückkanäle befinden sich derzeit in Planung.
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Pressefotos



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