Neuer Ort für Erinnerung und Forschung

Spatenstich für modernes Archiv zur NS-Verfolgung in Bad Arolsen

Bonn/Bad Arolsen, 29. April 2026. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) errichtet gemeinsam mit der Bauabteilung der Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main (OFD) und dem Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) ein modernes Archivgebäude für die Arolsen Archives – das weltweit größte Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Der Neubau gewährleistet die zentrale, moderne und nachhaltige archivarische Sicherung der zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehörenden Sammlung von Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Personen.

Zum feierlichen Spatenstich und dem anschließenden Empfang laden wir Sie als Pressevertreterinnen und -vertreter herzlich ein:

Am Donnerstag, 7. Mai 2026, ab 13 Uhr,

Bürgerhaus Bad Arolsen, Rathausstraße 3, 34454 Bad Arolsen.

Wir freuen uns, wenn Sie uns bis Montag, 4. Mai 2026, über Ihre Teilnahme per E-Mail an presse@bundesimmobilien.de informieren.

Programm

Elisabeth Krieter (Hauptstellenleiterin FM-Koblenz bei der BImA)

Markus Offermann (Finanzpräsident, Leiter der Bauabteilung der OFD Frankfurt am Main)

Moritz Wein (Direktor der Arolsen Archives)

Katrin Werdermann de Rodriguez, (Auswärtiges Amt / Vertreterin der Bundesrepublik Deutschland im Internationalen Ausschuss)

Marko Lambion, Bürgermeister der Stadt Bad Arolsen

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist das zentrale Immobilienunternehmen des Bundes. Es gehört zum Geschäftsbereich des Bundesfinanzministeriums und handelt nach den modernen Standards der Immobilienwirtschaft. Sitz der Zentrale ist Bonn. Aufgabenschwerpunkte sind das einheitliche Immobilienmanagement des Bundes, Immobilienverwaltung und -verkauf sowie die forst- und naturschutzfachliche Betreuung der Geländeliegenschaften. Die BImA verfügt zudem über ein großes Angebot an bezahlbarem Wohnraum, den sie primär im Rahmen der Wohnungsfürsorge Bundesbediensteten zur Verfügung stellt. Die Wohnraumoffensive des Bundes unterstützt die Bundesanstalt, indem sie nun auch selber baut.

Die BImA deckt den Grundstücks- und Raumbedarf der Bundesressorts durch Flächen und Gebäude im eigenen Bestand, durch Neubau, Kauf oder Anmietung. Im Anschluss stellt sie den Nutzern die Liegenschaften auf der Basis von Mietverträgen zur Verfügung. Mit rund 5.100 Dienstliegenschaften verwaltet die BImA nahezu alle Dienstliegenschaften des Bundes, darunter beispielsweise die Verwaltungsgebäude der Ministerien und Oberen Bundesbehörden sowie die Bundeswehrliegenschaften im Inland.

Über die OFD Frankfurt am Main

Die Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main (OFD) ist die Mittelbehörde der hessischen Finanzverwaltung. Deren Bauabteilung nimmt die Fachaufsicht über den Bundesbau in Hessen im Wege dessen Recht- und Zweckmäßigkeitkontrolle wahr (Fachaufsicht führende Ebene (FfE)). Sie agiert zwischen dem Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) als Baudurchführender Ebene (BdE) und dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) bzw. der BImA und dem Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) sowie den amerikanischen Gaststreitkräften. Die Aufgabenwahrnehmung und die Finanzierung der Bundesbau-Maßnahmen erfolgen nach Maßgabe der Richtlinien zum Bundesbau und einer zwischen Bund und Land Hessen geschlossenen Verwaltungsvereinbarung.

Über den LBIH

Der LBIH ist der Bau- und Immobiliendienstleister der hessischen Landesverwaltung. Er übernimmt im Auftrag des Landes Hessen Aufgaben im Bau-, Transaktions- und Gebäudemanagement. Das Spektrum des LBIH umfasst die ganze Bandbreite staatlicher Hochbauprojekte. Effektives Standortmanagement sichert eine wirtschaftliche Behördenunterbringung. Im Gebäudemanagement bearbeitet der LBIH die infrastrukturellen, technischen und kaufmännischen Aufgaben rund um die Immobilie. Der LBIH realisiert für den Bund außerdem die zivilen und militärischen Bauvorhaben in Hessen. Mit rund 2.465 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verantwortet der LBIH ein jährliches Bauvolumen von rund 550 Millionen Euro. Er bewirtschaftet und betreut im Gebäudemanagement rund 1.800 Immobilien mit einer Gesamtfläche von ca. 3,3 Millionen Quadratmetern. Der Landesbetrieb untersteht der Dienst- und Fachaufsicht des Hessischen Finanzministeriums bzw. im Bundesbau der Fachaufsicht der Bauabteilung der OFD.