Nach einer intensiven Überarbeitung ist die Ausstellung „Ein Denkmal aus Papier“ der Arolsen Archives wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Besucherinnen und Besucher erwartet im ehemaligen Kaufhaus in der Schloßstraße 10 in Bad Arolsen ein moderner, vielfältiger und interaktiver Blick auf das weltweit größte Archiv zu den Opfern und Überlebenden der NS-Verfolgung. Der Eintritt ist kostenfrei.
Die Ausstellung stellt das größte Archiv zu den Opfern und Überlebenden der NS-Verfolgung vor. Sie erzählt die Geschichte einer besonderen Institution: 1948 von den Alliierten als Internationaler Suchdienst gegründet, ist sie heute Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes und ein modernes, digitales, weltweit genutztes Archiv und internationales Zentrum über die NS-Verfolgung. Besucherinnen und Besucher erfahren, wie die Sammlung in Bad Arolsen entstand, wie in der Nachkriegszeit nach Vermissten gesucht wurde und wie heute mit digitalen Methoden historische Dokumente erschlossen werden.
Informativ und interaktiv
Mit der Neugestaltung ist die Ausstellung sowohl inhaltlich erweitert als auch gestalterisch neu gedacht worden. Eine Installation mit Originalkartons der Zentralen Namenkartei vermittelt anschaulich, wie in der analogen Zeit gearbeitet wurde. Daneben zeigen historische Dokumente, Fotografien und Objekte eindrucksvoll die Entwicklung der Institution.
Gleichzeitig können Besucherinnen und Besucher über interaktive Stationen den Schritt in die aktuelle, digital geprägte Arbeit der Arolsen Archives vollziehen: Sie können selbst in den digitalen Beständen recherchieren oder an der internationalen Crowdsourcing-Initiative #everynamecounts mitwirken. Auch die erfolgreiche Wanderausstellung #StolenMemory, die seit 2020 in fünf Ländern über 200 Stationen erreicht hat, ist nun Teil der Präsentation. Sie erzählt bewegende Geschichten von persönlichen Gegenständen ehemaliger KZ-Häftlinge, die nach Jahrzehnten an ihre Familien zurückgegeben werden konnten.
Antworten auf aktuelle Fragen
Die Ausstellung macht deutlich, warum die Arbeit der Arolsen Archives auch 80 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus von hoher Relevanz ist. Warum ist es wichtig, sich heute mit Dokumenten aus der Zeit der NS-Verfolgung zu beschäftigen? Welche Rolle spielen die Arolsen Archives in der digitalen Erinnerungskultur? Welche Bildungsangebote gibt es für Jugendliche? Antworten erhalten Besucherinnen und Besucher direkt vor Ort – anschaulich, interaktiv und zweisprachig auf Deutsch und Englisch.
Pressematerial
Pressefotos
Die folgenden Fotos können im Zusammenhang mit Veröffentlichungen über die Arolsen Archives unter Angabe des Fotocredits genutzt werden. Änderungen oder Verfälschungen der Bilder sind nicht gestattet. Bitte senden Sie uns ein Belegexemplar oder einen kurzen Hinweis mit Link zur Online-Publikation. Für weitere Motive oder höhere Auflösungen wenden Sie sich gerne an unsere Pressestelle.







