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Jahresbericht 2019: Projekte und Kampagnen

Kapitel #1 ansehen

Timeline 2019

Diskussion nie wieder.
Arolsen Archives e-Guide mobil
Aktenuebergabe Bathildisheim
Gedenkfeier Berlin

11. Jan. 2019
Nazis vom Platz stellen

Im Rahmen der „2. Frankfurter Versammlung im deutschen Fußball“ organisieren die Arolsen Archives mit dem Stadtarchiv München einen Workshop bei einem Aktionstag der Initiative „Nie wieder!“ in Frankfurt am Main. Im Workshop recherchieren die Teilnehmer*innen zu Biographien jüdischer Vereinsmitglieder des FC Bayerns, die während des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden.

Bildquelle: „!Nie wieder“ – Erinnern reicht nicht! 2. Frankfurter Versammlung im deutschen Fußball

17. Jan. 2019
e-Guide wird mobil

Der e-Guide ist nun auch in einer mobilen Version zugänglich. Das neue Layout erklärt Dokumente aus Konzentrationslagern einfach und interaktiv auf dem Smartphone und dem Tablet.

25. Jan. 2019
Bathildisheim Dokumente

Die Arolsen Archives bekommen Dokumente aus dem Archiv des diakonischen Sozialunternehmen Bathildisheim e.V. Die Unterlagen über die Ermordung von Menschen mit Behinderungen sollen so öffentlich zugänglich werden.

28. Jan. 2019
Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Die Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule Berlin, die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz (GHWK) und die Arolsen Archives laden ein zu einer Gedenkveranstaltung mit Präsentation einer neuen pädagogischen Handreichung zu Deportationen anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus (27.1.) ein. Direktorin Floriane Azoulay hält eine Begrüßungsrede.

Jan. 2019
Vorträge im Januar

15.-16.1. – Akim Jah und Christiane Weber von der Abteilung Forschung und Bildung stellen in einem Workshop in Washington D.C. aktuelle und kommende Angebote der Arolsen Archives und ihre Einbindung in die universitäre Lehre vor.

International Winter School
Titel Grabstaetten
Konferenz im Griechischen Außenministerium

10. Feb. 2019
Zweite Winterschool

Die „International Winter School“ richten die Arolsen Archives gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit aus. Alle zwei Jahre treffen sich bei der Fortbildungsveranstaltung junge Pädagog*innen aus ganz Europa, um sich über die Didaktik und Methodik der pädagogischen Vermittlung des Themas NS-Zwangsarbeit sowie die Aufarbeitung der Thematik im Nachkriegseuropa aus transnationaler Perspektive auszutauschen.

Die Teilnehmenden lernen den Dokumentenbestand der Arolsen Archives in Bezug auf Zwangsarbeit kennen und diskutieren die Möglichkeiten, pädagogisch mit diesen Dokumenten zu arbeiten. Ebenso lernen sie die Angebote des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit sowie den Ort des letzten verbliebenen ehemaligen NS-Zwangsarbeiterlagers im städtischen Umfeld kennen.

20. Feb. 2019
„Ihre Grabstätten befinden sich nicht im hiesigen Bezirk“

Akim Jah (Arolsen Archives) und Marcus Gryglewski (Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz) haben die Deportationen von Jüdinnen und Juden in der Publikation „Ihre Grabstellen befinden sich nicht im hiesigen Bezirk“ mit Dokumenten aus den Arolsen Archives und anderen Archiven pädagogisch aufbereitet.

27. Feb. 2019
Tagung und Konferenz in Griechenland

Im Jahr 2018/19 hatte Griechenland den Vorsitz des Internationalen Ausschuss inne. Bei einer Konferenz im Griechischen Außenministerium stellen Mitarbeiter der Arolsen Archives die Geschichte, Bestände und Tätigkeiten der Institution einem vielfältigen Publikum aus Politik, Wissenschaft, Bildung und interessierter Öffentlichkeit vor. Anschließend wird eine Stolen Memory-Ausstellung im Foyer des Außenministeriums eröffnet. Zudem findet ein Workshop zum Thema „Holocaust“ im Rahmen des „Seminars for Educators: Teaching about the Holocaust in Greece“ mit rund 100 Lehrer*innen aus Griechenland und Zypern statt.

Feb. 2019
Vorträge im Februar

12.-14.2. – Bei der Podiumsveranstaltung der Stiftung Zentrum Karta im History Meeting House (Dom Spotkań z Historią) Warschau hielten Anna Meier-Osiński und Małgorzata Przybyła von der Abteilung Tracing hielten gemeinsam Vorträge mit Agnieszka Śliwińska, die persönliche Gegenstände ihres Großvater Władysław Śliwiński von den Arolsen Archives erhalten hatte. Außerdem stellten Anna Meier-Osiński und Małgorzata Przybyła die Arolsen Archives und das Effektenprojekt live in der TV-Sendung „Halo Polonia“ vor und folgten der Einladung des Radiosenders „Radio Trójka“, um den polnischen Hörer*innen in einem Live-Interview die Arolsen Archives und #StolenMemory vorzustellen.

Andrea Ferrari und Fabrizio Tosi aus Italien besuchen die Arolsen Archives

14. März 2019
Besuch aus Italien

Das Schicksal der sogenannten italienischen „Militärinternierten“ in deutschen Lagern und Gefängnissen beschäftigt Andrea Ferrari und Fabrizio Tosi von der Nationalen Vereinigung ehemaliger italienischer Deportierter in nationalsozialistische Lager (ANED). Die beiden Historiker aus Bologna forschten bereits mehrfach in den Beständen der Arolsen Archives zu diesem in Deutschland und Italien wenig bekannten Kapitel der NS-Geschichte. Diesmal setzten die Forscher den Fokus ihrer Recherchen auf die Deportierten, die nicht in Lagern, sondern in Gefängnissen inhaftiert wurden. „Unser Ziel ist es, unser Bild von diesem Zeitraum zu vervollständigen“, beschreibt Andrea Ferrari das aktuelle Forschungsprojekt.

März 2019
Vorträge im März

22.3. – Die Arolsen Archives stellen ihre Arbeit bei der 20. Karlsruher Tagung für Archivpädagogik mit einem Stand beim „Markt der Möglichkeiten“ vor.

Restaurierte Dokumente kehren in die Arolsen Archives zurück
Effektenuebergabe an Gabriele Fourcade aus Frankreich
documentED Testphase

01. Apr. 2019
Dokumente restauriert

301.000 Dokumente kehren zurück in unser Archiv, nachdem sie beim Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig entsäuert und ausgebessert worden waren: die so genannten CM/1-Akten aus Österreich. Die Abkürzung CM steht für das englische Care and Maintenance – Fürsorge und Unterhalt. Um Unterstützung durch die International Refugee Organization (IRO) zu beantragen, füllten ehemalige NS-Verfolgte zwischen 1947 und 1952 die CM/1-Formulare aus. Neben Fotos enthalten diese Fragebögen oft die Verfolgungsgeschichte aus der Sicht der Überlebenden, aber auch ihre Pläne für die Zukunft.

Die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) ermöglichte die Maßnahmen zur Erhaltung der wertvollen Originaldokumente. Sie wird finanziert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Kulturstiftung der Länder. Ziel ist der Erhalt von schriftlichem Kulturgut.

18. Apr. 2019
Effektenrückgabe

Gabrielle Fourcade aus Frankreich besucht mit ihrer Familie die Arolsen Archives, um die Uhr und den Füller ihres Vaters entgegenzunehmen. Die Nationalsozialisten hatten ihm diese Gegenstände bei seiner Verhaftung vor über siebzig Jahren abgenommen. Er kam im Mail 1944 ins KZ Neuengamme und musste Zwangsarbeit im Außenlager Watenstedt in den Hermann-Göring-Werken leisten.

30. Apr. 2019
Start einer umfangreichen Testphase zum Projekt documentED

In Zusammenarbeit mit den Gedenkstätten stellen die Arolsen Archives Toolkits für die Vor- und Nachbereitung von Gedenkstättenfahrten zusammen. Schüler*innen arbeiten dabei mit Dokumenten zu KZ-Häftlingen aus dem eigenen Ort oder der eigenen Region. Die Lehrkraft bekommt Hintergrundinformationen für die Arbeit mit Archivdokumenten. Das erste Toolkit bekommt im Rahmen der Testphase eine Lerngruppe der Europaschule Gymnasium Gommern, die sich mit den Materialien auf ihren Besuch der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora vorbereitet. Der digitale eGuide hilft dabei, die Informationen auf den Dokumenten „lesen“ zu können.

Apr. 2019
Vorträge im April

11.4. – Christian Groh, Leiter des Archivs, ist im „Landstuhl Regional Center“ der US Army eingeladen, anlässlich des US-amerikanischen Holocaust-Gedenktags einen Vortrag über die Arbeit der Arolsen Archives zu halten.

14.4. – Die Gedenkfeier zum 74. Jahrestag des Massakers in der Isenschnibber Feldscheune (Gardelegen, Sachsen-Anhalt) erinnert an die Ermordung von mehr als 1 000 KZ-Häftlingen bei einem Massaker und bei Todesmärschen in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Kamila Kolakowski (Abteilung Public Relations) stellt einige der Schicksale vor, die in den Arolsen Archives dokumentiert sind. Unter anderem wurde auch der Name von Władysław Śliwiński in das Totenbuch aufgenommen. Die Arolsen Archives hatten seine Enkelin Agnieszka im Rahmen des Effektenrechercheprojekts ausfindig gemacht. So bekam die Familie seine Armbanduhr und sein Schicksal konnte nach über 70 Jahren Ungewissheit geklärt werden.

Effekten Bohler
Arolsen Archives Logo
Dokument fuer Restaurierung dank kek-Foerderung

17. Mai 2019
#StolenMemory in Luxemburg

Im Ort Mondorf-les-Bains (Luxemburg) eröffnet Ramona Bräu die #StolenMemory-Ausstellung für Luxemburg. Die Plakate sind in der gesamten Stadt ausgestellt. Die Ausstellung wird durch eine Kooperation mit der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), der Mondorf Domaine Thermal und dem Luxembourg National Museum of the Resistance und der Gemeinde Mondorf-les-Bains ermöglicht.

21. Mai 2019
Aus dem ITS werden die Arolsen Archives

Mit neuem Namen, neuem Design und neuen digitalen Angeboten gehen wir weitere Schritte in Richtung Zukunft. Zusammen mit der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem veröffentlichen wir ein Online-Archiv mit mehr als 13 Millionen Dokumenten und Informationen zu über 2,2 Millionen Menschen.

24. Mai 2019
Neue Fördergelder für Restaurierung

Die Arolsen Archives erhalten 400.000 Euro, um eine gefährdete Sammlung zu sichern: Über 700.000 Dokumente können nun entsäuert, restauriert und neu verpackt werden. Die Fördermittel werden von der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) vergeben und stammen aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. In der Sammlung enthalten sind Dokument über den Einsatz von Zwangsarbeiter*innen in der NS-Zeit, etwa von der „Deutschen Arbeitsfront“, der „Organisation Todt“, aber auch von Firmen, Arbeitsämtern, Betriebskrankenkassen. Sowohl für Forschungsprojekte als auch für die Dokumentation von persönlichen Schicksalen ist diese Sammlung von großer Bedeutung.

Mai 2019
Vorträge im Mai

9.-10.5. – Elisabeth Schwabauer und Christiane Weber (Abteilung Forschung und Bildung) stellen in einem Auftaktworkshop des EVZ-geförderten „We Refugees/Wir Flüchtende“-Projekts pädagogische Angebote und Projekte wie das Onlinearchiv, den e-Guide und das entstehende Web-Portal Transnational Remembrance vor.

14.-16.5. – Kerstin Hofmann von der Abteilung Tracing nimmt als Vertreterin der Arolsen Archives bei der “Annual Restoring Family Links Conference” der europäischen Rotkreuz-Organisationen in Catania, Italien teil.

15.5. – Elisabeth Schwabauer von der Abteilung Forschung und Bildung führt anhand von Dokumenten zum Thema „Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ eine Fortbildung für Lehrer*innen und Multiplikator*innen in Frankfurt am Main durch.

22.5. – Beim Fritz Bauer Institut an der Universität Frankfurt/Main halten Direktorin Floriane Azoulay und Henning Borggräfe, Leiter Forschung und Bildung, einen Vortrag über unsere Institution: „Arolsen Archives International Center on Nazi Persecution: Geschichte, Perspektiven und Potentiale“.

24.-25.5. – Bei der 33. Archivpädagogen-Konferenz in Aachen zum Thema „Archiv und Sprache“ hält Elisabeth Schwabauer von der Abteilung Forschung und Bildung einen Vortrag über die Nutzungspotentiale der fremdsprachigen Dokumente der Arolsen Archives.

Internationaler Ausschuss tagt in Athen
Russische Delegation zu Besuch bei den Arolsen Archives
65. bundesweites Gedenkstaetten-Seminar

12. Juni 2019
Der Internationale Ausschuss tagt in Athen

Bei der Jahresversammlung des Internationalen Ausschusses (IA), der die Arbeit der Arolsen Archives im Sinne der ehemals Verfolgten überwacht, wird diesmal vor allem die digitale Strategie der Institution diskutiert. Die griechische Vertreterin Photini Tomai-Constantopoulou gibt im Rahmen der Sitzung ihren IA-Vorsitz an den Vertreter des Vereinigten Königreichs, Lord Eric Pickles, ab.

18. Juni 2019
Eröffnung Dauerausstellung

Die neue Dauerausstellung „Ein Denkmal aus Papier“ über die Arolsen Archives gibt anhand zahlreicher Schicksale Einblicke in die Arbeit und die Geschichte der Vermisstensuche und Dokumentation von nationalsozialistischen Verbrechen. Ein umfassender Ausstellungskatalog erscheint gleichzeitig.

26. Juni 2019
Besuch aus Russland

Larisa Alexandrovna Rogovaya (Direktorin) und Larisa Nikolaevna Malashenko (stellvertretende Direktorin) vom Staatsarchiv der Russischen Föderation kommen in Begleitung von Veronika Yurievna Vybornova, Regionaldelegation des Roten Kreuzes in Russland, Weißrussland und Moldau, zu den Arolsen Archives, um Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit auszuloten. In Russland hat das Interesse an der Aufklärung der NS-Verfolgung in den letzten zehn Jahren erheblich zugenommen. Die Institutionen vereinbaren, an verschiedenen Projekten zusammenzuarbeiten, um beispielsweise Opfer und Überlebende des Vernichtungslagers Sobibόr im besetzten Ostpolen zu dokumentieren.

27. Juni 2019
65. Bundesweites Gedenkstättenseminar

Das 65. Bundesweite Gedenkstättenseminar brachte mehr als 200 VertreterInnen von Universitäten, Stiftungen, Archiven und Gedenkstätten nach Bad Arolsen. Während der dreitägigen Konferenz diskutierten die Teilnehmer über die Chancen und Herausforderungen des Digitalen für Gedenkstätten und Dokumentationszentren.

Juni 2019
Vorträge im Juni

4.6. – Akim Jah (Abteilung Forschung und Bildung) hält einen Vortrag „Strukturen, Täter, Orte. Die Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Berlin 1941 bis 1945“ an der Humboldt-Universität in Berlin.

11.-13.6. – In Wien hält Akim Jah von der Abteilung Forschung und Bildung einen Vortrag zu Deportationen von Juden und Jüdinnen aus Berlin im Rahmen einer Tagung des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocauststudien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Erste #StolenMemory-Ausstellung in Polen
Effektenrueckgabe an die Familie Weymueller

12. Juli 2019
#StolenMemory in Polen

In Gostyń wird  in Kooperation mit Gostyński Ośrodek Kultury „Hutnik”, dem Muzeum in Gostyń und dem portal www.gaso-gostyn.pl die erste #StolenMemory-Ausstellung in Polen eröffnet.  An der Ausstellung nehmen zahlreiche Familienangehörige teil, die von der lokalen Historikergruppe ausfindig gemacht wurden. Małgorzata Przybyła und Kerstin Hofmann von der Abteilung Forschung und Bildung hielten die Eröffnungsvorträge. Die Kampagne #StolenMemory soll in Polen eine möglichst große Zielgruppe zur Unterstützung der Arolsen Archives bei der Suche nach Angehörigen ansprechen, da ein Großteil der in den Arolsen Archives verwahrten Effekten polnischen NS-Verfolgten gehört.

18. Juli 2019
Effektenrückgabe

Benoît Weymuller besucht zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter die Arolsen Archives, um die persönlichen Gegenstände seiner Mutter Geneviève abzuholen, die über Jahrzehnte im Archiv aufbewahrt worden waren: eine Uhr, ein Armband und eine Puderdose. Mitarbeiter der Arolsen Archives hatten Weymuller im Rahmen der Kampagne #StolenMemory ausfindig gemacht. Bedauerlicherweise war seine Mutter einige Monate zuvor im Alter von 97 Jahren gestorben.

Juli 2019
Vorträge im Juli

2.-3.7. – Bei der EHRI(European Holocaust Research Infrastructure)-Konferenz “Academic Conference Holocaust Studies in the Digital Age” in Amsterdam hält Christiane Weber von der Abteilung Forschung und Bildung einen Vortrag. Im Rahmen der großen Abschlusstagung zur zweiten Förderphase von EHRI am folgenden Tag stellen Mitarbeiter der Arolsen Archives an einem Präsentationsstand aktuelle Projekte vor.

2.7. – Im Landesarchiv NRW in Detmold findet der Workshop „Sowjetische Kriegsgefangene in archivalischer Überlieferung“ über die Geschichte, Überlieferung und Nachwirkung des Stalag 326 (VI K) Senne statt. Henning Borggräfe, Leiter der Abteilung Forschung und Bildung, hält einen Vortrag über das Quellenmaterial in den Arolsen Archives.

5.-6.7. – Bei der Tagung “Displacement and Resettlement During and After the Second World War in a Global Perspective – a Digital Humanities/Social GIS Approach”, organisiert vom Institut für Zeitgeschichte an der Universität Wien, halten Henning Borggräfe und Christian Höschler (Leiter und stellvertretender Leiter der Abteilung Forschung und Bildung) Vorträge über die Potenziale der Arolsen Archives für die DP-Forschung unter Berücksichtigung innovativer Methoden der Digital Humanities.

17.-19.7. – Henning Borggräfe, Christian Höschler (Leiter und stellvertretender Leiter der Abteilung Forschung und Bildung) und Christian Groh (Leiter Archiv) halten Vorträge beim Workshop „Improving Access to the Arolsen Archives“ in London, der gemeinsam mit der Wiener Holocaust Library und dem United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) organisiert wird. Die Veranstaltung ging unter anderem der Frage nach, was zur Thematik der jüdischen Migration nach Großbritannien im Kontext des Zweiten Weltkriegs in den Arolsen Archives überliefert ist (z.B. jüdische Flucht nach Großbritannien bis Kriegsbeginn, Geschichte und Folgen der Kindertransporte, DPs nach 1945 etc.).

Veroeffentlichung der Passagierlisten mit Unterstuetzung von Ancestry

07. Aug. 2019
Veröffentlichung Passagierlisten

Die Arolsen Archives haben mit Unterstützung von Ancestry, der größten Ahnenforschungs-Plattform, die sogenannten Passagierlisten im Online-Archiv veröffentlicht. Darin lassen sich nun Informationen zu rund 1,9 Millionen Menschen recherchieren, die nach 1945 als Displaced Persons aus Europa ausgewandert sind.

Aug. 2019
Vorträge im August

5.8. – Bei der Tagung “Displacement and Resettlement During and After the Second World War in a Global Perspective – a Digital Humanities/Social GIS Approach”, organisiert vom Institut für Zeitgeschichte an der Universität Wien, halten Henning Borggräfe und Christian Höschler (Leiter und stellvertretender Leiter der Abteilung Forschung und Bildung) Vorträge über die Potenziale der Arolsen Archives für die DP-Forschung unter Berücksichtigung innovativer Methoden der Digital Humanities.

16.-19.8. – Elisabeth Schwabauer (Abteilung Forschung und Bildung) stellt in Moskau beim 19. Seminar für Pädagogen aus Russland die Arolsen Archives vor. Seit 2011 arbeiten die Arolsen Archives mit dem Holocaust Center Moscow (HCM) im Rahmen dieser von der Gedenkstatte Haus der Wannseekonferenz jährlich organisierten Multiplikatorenfortbildung zusammen.  Das Seminar ist als eine Art Sommerschule für Pädagogen organisiert und findet immer vor Beginn des neuen Schuljahres in Moskau statt.

#StolenMemory Ausstellung in Krakau
#Stolen-Memory-Ausstellungseröffnung in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte IJBS in Auschwitz
Effekte Benkowska

03. Sep. 2019
#StolenMemory in Krakau

Die #StolenMemory-Plakate werden auf dem geschichtsträchtigen Platz der Ghettohelden in Krakau in Kooperation mit dem Museum und Gedenkort Apteka Pod Orłem und dem Historischen Museum der Stadt Krakau ausgestellt. Einige der insgesamt 32 Plakate erzählen die Schicksale von Menschen aus der Region. Anna Meier-Osiński, Abteilungsleiterin Tracing, und Kamila Kolakowski (Public Relations) stellen in ihren Vorträgen die Arbeit der Institution und die Geschichten einiger der Opfer vor, zum Beispiel die von Wilhelm Tomasik, der mit dem ersten Auschwitz-Transport deportiert wurde. Auf Einladung der Arolsen Archives nahmen sein Sohn und sein Enkel an der Eröffnung teil und richteten ihre Worte an die Besucher*innen.

04. Sep. 2019
Ausstellung in Oświęcim/Auschwitz

#Stolen-Memory-Ausstellungseröffnung in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte IJBS in Oświęcim/Auschwitz mit knapp 100 Schüler*innen: Die Jugendlichen werden nun mit den Biografien und Dokumenten nach Schicksalen aus der Region recherchieren und Spuren suchen, um weitere Familien zu finden. Anna Meier-Osiński hält einen Vortrag zu den Arolsen Archives und stellt das Projekt #StolenMemory vor. Auf Einladung der Arolsen Archives berichtet die 81-jährige Zeitzeugin Wanda Różycka-Bilnik über ihren Vater Czesław – einer der „Gefundenen“, die auf den Plakaten zu sehen sind.

09. Sep. 2019
#StolenMemory in Danzig

Beim deutsch-polnischen Geschichtsforum des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW)  im Museum zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs, Danzig, wird temporär die vierte #Stolen-Memory-Ausstellung in Polen eröffnet. Neben Gedenkstätten und Bildungseinrichtungen aus Polen und Deutschland waren Lehrer*innen und Pädagog*innen eingeladen, die deutsch-polnische Jugendbegegnungen organisieren. In Workshops stellt Anna Meier-Osiński, Abteilungsleiterin Tracing, die Potenziale der Kampagne #StolenMemory für die Bildungsarbeit vor. Anhand eines konkreten Schicksals recherchieren die Teilnehmer die Schicksale der Opfer im Online-Archiv.

Sep. 2019
Vorträge im September

26.-28.9. – Akim Jah und Elisabeth Schwabauer (Abteilung Forschung und Bildung) stellen in Loulé, Portugal, bei einem Seminar für portugiesische Lehrer*innen die Arolsen Archives vor und arbeiten in Workshops mit Dokumenten aus dem Archiv.

Effekten Lida Labojka Ohrringe
Elise Karlin zu Besuch bei den Arolsen Archives
Zweierlei Suche – Fundstücke zu Displaced Persons in Arolsen nach 1945

13. Okt. 2019
Effektenrückgabe an Überlebende

Ein seltener Moment, denn wir erreichen nur noch wenige der NS-Opfer persönlich: Die Holocaust-Überlebende Lida Labojka erhält nach 75 Jahren ihren Ring und ihre Ohrringe von den Arolsen Archives zurück. Die Gestapo hatte die heute 95-jährige an ihrem 20. Geburtstag ins KZ Ravensbrück deportiert.

22. Okt. 2019
Die Arolsen Archives in Russland

Direktorin Floriane Azoulay besucht mit ihrem Team das Russische Staatsarchiv und die Rotkreuz- Vertretung in Moskau, um den Ausbau der Kooperation zu planen, aktuelle Projekte zu präsentieren und sich über das Archiv zu informiere

23. Okt. 2019
Besuch von Elise Karlin

Die französische Journalistin recherchiert bei den Arolsen Archives über die Arbeit der Institution und die Übergabe von Effekten an französische Opfer und Überlebende der Shoah oder deren Nachkommen. Ihr Artikel erscheint einige Wochen später in der Zeitschrift „L’Express“ und sorgt für ein großes Medienecho und viel Interesse in der französischen Bevölkerung.

29. Okt. 2019
Publikation „Zweierlei Suche“

Die neue Publikation „Zweierlei Suche – Fundstücke zu Displaced Persons in Arolsen nach 1945“ informiert auf 80 Seiten über die Geschichte dieser DPs, die noch weitgehend unbekannt ist. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Arbeit der DPs für das 1946 gegründete Central Tracing Bureau (CTB) und den 1948 daraus hervorgegangenen International Tracing Service (ITS), heute Arolsen Archives.

cover child search
Planungs- und Budgetmeeting des Internationalen Ausschusses
niod forced laborers-from france.

08. Nov. 2019
Fortbildung „Displaced Children“ in jüdischen DP-Camps

Akim Jah und Elisabeth Schwabauer (Abteilung Forschung und Bildung) führen in Kooperation mit der Bayerischen Museumsakademie und der Ludwig-Maximilian-Universität München ein neues Fortbildungsseminar für Multiplikator*innen durch. Dabei geht es um die Geschichte der jüdischen „Displaced Children“ und die Erarbeitung von lokalen Bezügen zu dieser Geschichte.

16. Nov. 2019
Meeting des Internationalen Ausschusses

In Bad Arolsen treffen sich die Vertreter des Internationalen Ausschusses zum Planungs- und Budgetmeeting. Neben Budgetfragen steht die neue Kooperation mit der Ahnenforschungs-Plattform Ancestry und die #StolenMemory-Wanderausstellung auf dem Programm.

18. Nov. 2019
Veröffentlichung weiterer Dokumente

Ein neuer Bestand mit Informationen zu rund zehn Millionen Namen ist nun im Online-Archiv zugänglich. Mit Unterstützung von Ancestry, der größten Online-Plattform für Ahnenforschung, haben die Arolsen Archives Dokumente aus der amerikanischen Besatzungszone zugänglich und durchsuchbar gemacht. Diese hatten die Alliierten angelegt, um die Verbrechen der Nationalsozialisten zu dokumentieren und Vermisste zu suchen.

Bildquelle: NIOD

Nov. 2019
Vorträge im November

4.-7.11. – Mit einem archivpädagogischen Workshop sind Elisabeth Schwabauer, Christiane Weber und Akim Jah (Abteilung Forschung und Bildung) bei der Special Lessons & Legacies Conference „The Holocaust in Europe. Research Trends, Pedagogical Approaches, and Political Challenges“ in München vertreten.

6.-8.11. – Die Arolsen Archives starten in Zusammenarbeit mit dem Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust-Studies ein Pilotprojekt: Bei einem Workshop in Wien lernen Wissenschaftler, die digitalen Sammlungen der Arolsen Archives auf ihrem eigenen Rechner per „Remote Access“ zu nutzen.

Dreharbeiten mit Mirko Drotschmann
e-guide 2.0 Handy
IWM key visual Transnational Remembrance
effektenuebergabe Jene

02. Dez. 2019
IHRA Luxembourg City Plenary

Die Arolsen Archives waren beim zweiten halbjährlichen Plenum 2019 der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) als eine der internationalen Partnerorganisationen vertreten. Diesmal hatte Luxemburg den Vorsitz. An den Plenarsitzungen nehmen über 200 Experten und politische Entscheidungsträger aus den 34 Mitgliedsländern, einem Verbindungsland, sieben Beobachterländern und acht ständigen internationalen Partnerorganisationen teil. Aus diesen setzt sich die IHRA zusammen, um die Bemühungen auf dem Gebiet der Holocaustforschung, -erinnerung und -erziehung zu erörtern.

04. Dez. 2019
Dreharbeiten mit „Mr. Wissen2go“

Auf seinem YouTube-Kanal „MrWissen2go“ beschäftigt sich der Journalist Mirko Drotschmann mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Bei den Arolsen Archives dreht er einen Film mit den Schwestern Jeanita van Dam und Martine van Dam. Die beiden haben vor einigen Jahren die Brieftasche ihres Großvaters erhalten, dem Holocaust-Überlebenden Nathan von Dam – mit Fotos von seiner gesamten Familie, die ermordet wurde sowie von ihm selbst. Die Schwestern haben ihn nie kennengelernt und sahen ihn auf diesen Fotos zum ersten Mal.

12. Dez. 2019
e-Guide 2.0

Der zweite Teil des Online-Tools e-Guide ist erschienen. Der e-Guide beschreibt nun auch anschaulich und interaktiv Dokumente über Menschen, die nach 1945 als Überlebende der NS-Verfolgung von den Alliierten versorgt wurden.

16. Dez. 2019
Transnational Remembrance

In Zusammenarbeit mit NIOD („NIOD Institute for War, Holocaust and Genocide Studies“), dem IMIS der Uni Osnabrück („Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien“) und dem „History Workshop Minsk“ haben die Arolsen Archives das Web-Portal „Transnational Remembrance of Nazi Forced Labor and Migration“ veröffentlicht. Das Angebot veranschaulicht erstmals die Lebenswege ausgewählter Displaced Persons auf einer interaktiven Weltkarte. Story Maps erzählen die Geschichten ihrer Verfolgung und Migration.
Bildquelle: IWM

19. Dez. 2019
Drei Jahre #StolenMemory

Vor drei Jahren haben die Arolsen Archives „#StolenMemory“ ins Leben gerufen, um aktiv die Familien ehemaliger KZ-Häftlinge zu suchen, deren persönliche Gegenstände in unserem Archiv lagern. Anfangs bezweifelten viele Mitarbeiter*innen, dass sie noch Verwandte aufzuspüren könnten. Heute haben mehr als 350 Familien Erinnerungsstücke wie Schmuck oder Fotos zurückerhalten – in drei Fällen sogar die KZ-Überlebenden selbst.

Dez. 2019
Vorträge im Dezember

13.12. – Christiane Weber (Abteilung Forschung und Bildung) stellt bei der Konferenz „Zeugnisse des NS, digital“ in Bremen die Arolsen Archives, das Online-Archiv und die Projekte e-Guide und Transnational Remembrance vor.