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Wir bauen ein digitales Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus. Bauen Sie mit! Sie können uns auf ganz vielen Wegen als Partner unterstützen.

#everynamecounts ist eine Initiative der Arolsen Archives – mit dem Ziel, den Verfolgten des Nationalsozialismus ein digitales Denkmal zu errichten. Dabei helfen uns schon jetzt Tausende Freiwillige. Sie digitalisieren die Namen und Lebenswege von Opfern und Überlebenden.   

Im Jahr 2021 haben wir viel vor. Wir möchten unserem Ziel näher kommen, dass jeder von überall im digitalen Denkmal recherchieren und alle Daten darin finden kann. Deshalb suchen wir noch mehr Freiwillige, die bei der Crowdsourcing-Aktion mitmachen – und Partner, die uns unterstützen.

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Infomaterialien und Logos (Downloads)
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Um Sie in der Kommunikation zu unterstützen, bieten wir Ihnen zahlreiche Materialien, die laufend aktualisiert werden. Von Presseinfos über Bilder und Logos bis hin zu vorbereiteten Social-Media-Posts: Sie bekommen von uns alles was Sie brauchen, um Ihr Netzwerk und Ihre Kolleg*innen über #everynamecounts zu informieren.

Zu den Materialien

Wie geht es weiter? Die nächsten Meilensteine:

  • Anfang Januar: Wir stellen unsere neue digitale und interaktive Einführung zu #everynamecounts vor. Sie zeigt am Beispiel eines Dokuments und eines Schicksals, welche Informationen KZ-Dokumente enthalten können und wie man die Daten erfasst.
  • 21. Januar: Auftakt zu #everynamecounts mit einer Medieninstallation auf dem Gebäude der Französischen Botschaft am Pariser Platz in Berlin
  • 27. Januar: Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust: So viele Menschen wie möglich sollen
    an diesem Tag bei #everynamecounts mitmachen und Dokumente indizieren
  • 21. März: Social Media Aktion zum Internationalen Tag gegen Rassismus, bei der Partner, Prominente und alle Unterstützer*innen mitmachen
  • April/Mai 2021: Ausweitung von #everynamecounts als Bildungsprojekt für Schüler*innen an deutschen Schulen

Wer ist schon dabei?

Unsere Initiative wird bereits von vielen Partnern unterstützt: Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat die Schirmherrschaft für #everynamecounts übernommen. Institutionen wie die UNESCO, das Anne-Frank-Haus (Amsterdam) und das Staatliche Museum Auschwitz sind als Partner dabei. Auch die UN und die internationale Bewegung Combat Anti-Semitism mit ihren knapp 300 angeschlossenen Organisationen unterstützen #everynamecounts. 

Wie alles begann

Im Januar 2020 starteten wir #everynamecounts als Pilotprojekt mit rund 1000 Schüler*innen. Für einen Tag wurden die Dokumente lebendig und alle waren begeistert und stolz an diesem großen Projekt teilzuhaben. Wie haben die Jugendlichen das Projekt erlebt? In diesem Video kommen Schüler*innen zu Wort:

Floriane Azoulay

»Unsere mehr als 10 000 registrierten Freiwilligen beteiligen sich an zahllosen Online-Konversationen, die Brücken bauen zwischen dem Gedenken an die Vergangenheit und dem Engagement der Menschen von heute.«

 

Floriane Azoulay, Direktorin der Arolsen Archives

Wie können Sie uns unterstützen? 

Machen Sie unsere Initiative zu Ihrer Corporate Social Responsibility und seien Sie Teil eines sinn- und Gemeinschaft stiftenden Projektes. 

Fünf Gründe bei #everynamecounts mitzumachen:

  • Der gemeinsame Bau eines zukunftsweisenden, digitalen Denkmals für alle NS-Opfer.

  • Ein aktives Zeichen setzen gegen Hass, Diskriminierung und Rassismus. Denn die Gründe für Verfolgung sind zeitlos.

  • Internationales, Ländergrenzen überwindendes Projekt, das verbindet und zeitgemäßes Engagement ermöglicht.

  • Die internationale Jugend zum Gedenken und Mitmachen aktivieren. Jetzt in drei Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch.

  • Das Wissen über die Verfolgung im Nationalsozialismus aufrechterhalten und Brücken in die Gegenwart bauen.

Die Erfolge von #everynamecounts bisher

(Stand Dezember 2020) 

10.000 registrierte Freiwillige
2,5 Millionen erfasste Dokumente
55.000 Nachrichten auf unserem Crowdsourcing Portal

Häufige Fragen zum Projekt #everynamecounts

Wir verfolgen mit #everynamecounts das Ziel, dass alle Namen auf allen Dokumenten in unserem Online-Archiv gefunden werden können. Je nach Dokumententyp werden auch weitere Informationen wie das Geburtsdatum, der letzter freiwilliger Wohnort oder Verwandte, so dass möglichst viele Informationen über einen Menschen recherchierbar werden. Gemeinsam wollen wir ein digitales Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus bauen.

Jede*r mit einem PC und einer stabilen Internetverbindung, kann bei #everynamecounts mitmachen.

Eine Teilnahme ist in vier einfachen Schritten möglich:

1. Projektseite öffnen
2. Auf „Klassifizieren“ klicken oder unter „Fang an“ die Dokumente eines bestimmten Lagers zur Bearbeitung auswählen
3. Hilfreiche Hinweise für die Arbeit mit den Archivdokumenten durchlesen
4. Mithelfen!

  1. Teilen Sie unsere Kampagne auf Social Media und rufen Sie Ihre Follower zum Mitmachen auf.
  2. Veranstalten Sie Aktionstage und erfassen Sie die Dokumente gemeinsam mit Ihrer Belegschaft.
  3. Informieren und aktivieren Sie Ihr Netzwerk. Wir stellen Ihnen gerne Infomaterial zur Verfügung.
  4. Lassen Sie uns per Video oder Nachricht wissen, warum Sie das Projekt unterstützen.
  5. Nutzen Sie Ihre Newsletter, Verteiler, Website etc., damit wir möglichst viele Helfer finden.
  6. Unterstützen Sie #everynamecounts mit Ihrer Zuwendung.

2020 haben unsere Freiwilligen rund 2,5 Millionen Dokumente indiziert – ein grandioses Ergebnis. Aber das ist erst der Anfang!

Nein, eine Registrierung ist nicht nötig, aber möglich. Auf unserer #everynamecounts-Seite bei Zooniverse haben sich schon tausende von Freiwilligen registriert. Die kostenlose Registrierung ermöglicht zum Beispiel, im Forum mit anderen Nutzer*innen ins Gespräch über die Dokumente zu kommen.

Ob Kollegen, Schulklasse, Sportteam oder Freundeskreis: Wir finden für Sie eine individuelle Lösung und stehen gerne beratend zur Seite. Aufbauend auf den Erfahrungen mit dem Schulpilotprojekt in Hessen zum Holocaust-Gedenktag haben wir eine digitale Einführung zu #everynamecounts entwickelt, die nicht nur für Jugendliche sehr spannend ist.   

In der zweiten Projektphase, die zum Holocaust-Gedenktag 2021 startet, werden zunächst Häftlingspersonalkarten  und Häftlingspersonalbögen aus verschiedenen Konzentrationslagern indiziert. Diese beiden Dokumententypen enthalten viele Informationen über den jeweiligen Menschen.

Häufige Fragen zu den Arolsen Archives

Die Arolsen Archives sind ein internationales Zentrum über die Verfolgten des Nationalsozialismus mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden der NS-Zeit. Die Sammlungen aus Millionen von Dokumenten zu Millionen von Schicksalen sind ein Denkmal aus Papier – von der UNESCO als Weltdokumentenerbe anerkannt.

Die Arolsen Archives wurden 1947 von den Alliierten gegründet. Ihre Ursprungsaufgabe damals: die Suche nach vermissten Opfern der NS-Diktatur und Dokumenten über die Verfolgungswege und NS-Verbrechen. Daraus ging 1948 der International Tracing Service (ITS) hervor. Über Jahrzehnte hat das Archiv Dokumente zu allen Opfergruppen des Hitler-Regimes zusammengetragen und aufbewahrt.

Seit 2013 gehört das Archiv zum Weltdokumentenerbe der UNESCO. 2019 benannte sich die Einrichtung in Arolsen Archives um und ist heute ein internationales Zentrum über die Verfolgung im Nationalsozialismus.

Die Bestände der Arolsen Archives beinhalten Information zu allen Opfergruppen der NS-Verfolgung. Das macht sie weltweit einzigartig. Das Archiv umfasst über 30 Millionen Akten, Karteikarten und Namenslisten zu Opfern des Holocaust und Häftlingen der Konzentrationslager, zu ausländischen Zwangsarbeiter*innen und Überlebenden.

17,5 Millionen Namen auf Hinweiskarten erzählen von 17,5 Millionen Schicksalen. Außerdem bewahren die Arolsen Archives rund 2800 Effekten auf. Das sind persönliche Gegenstände ehemals NS-Verfolgter, die vor allem in Konzentrationslagern gefunden wurden. Sie sollen den Familien und Nachkommen der rechtmäßigen Besitzer*innen zurückgegeben werden.

75 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs leben nur noch wenige Zeitzeugen der NS-Verbrechen. Heute und in Zukunft müssen also mehr denn je die Dokumente der Arolsen Archives diese Vergangenheit bezeugen. Dafür werden sie aufbewahrt, aufbereitet und allen zugänglich gemacht.

Die Arolsen Archives sind ein lebendiges Denkmal gegen das Vergessen der Gräueltaten, die heute von neuen Rassisten und Antisemiten geleugnet werden. Jede*r kann über die Online-Archive der Arolsen Archives die Schicksale der Opfer erforschen, und sie so nicht in Vergessenheit geraten lassen.

232 Mitarbeiter*innen arbeiten in den verschiedenen Abteilungen der Arolsen Archives. Sie recherchieren zum Beispiel Schicksale für Familienangehörige oder Freunde der Opfer, konservieren und digitalisieren Dokumente, erforschen und vermitteln sie.

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