Die Dokumente der Arolsen Archives zur NS-Verfolgung stecken voller Wissen. Um ihren Wert sichtbar zu machen, arbeiten wir ständig an Projekten und Angeboten, die dieses Wissen erschließen und weitergeben. Besonders wichtig dabei: neue digitale Formate. Sie geben Impulse für die Beschäftigung mit der NS-Vergangenheit in einer Gesellschaft, die kaum noch Berührungspunkte mit ihr hat, da nur noch wenige Zeitzeugen leben.

Geschichten, die leben
Geschichten, die leben

17,5 Millionen Namen – jeder ein Schlüssel zur Geschichte eines Menschen. Die Dokumente zeigen, wie NS-Opfer verhaftet, deportiert und ermordet wurden. Sie zeigen aber auch, wie Überlebende des Holocaust versuchten wieder zurück ins Leben zu finden. Es ist an uns, diese Geschichten zu erzählen.

Hier einige Beispiele
Ausstellungen und Kampagnen
Ausstellungen und Kampagnen

Je größer die Distanz ist, desto wichtiger sind Brücken zwischen der Vergangenheit und dem Jetzt. Die Arolsen Archives zeigen Geschichte – und was sie heute bedeutet. 

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Bildung, die weiterbringt
Bildung, die weiterbringt

Ein Großteil der deutschen Schüler weiß trotz Schulunterrichts kaum mehr etwas über die NS-Verfolgung. Klischees und Vorurteile sind in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Mit passgenauen Bildungspaketen für verschiedene Zielgruppen treten wir an gegen Fake News, Ignoranz und gefühlte Wahrheiten.

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Archiv interaktiv
Archiv interaktiv

Die Metadaten unseres Archivs sind eine reiche Basis für wissenschaftliche Projekte der Digital Humanities, Apps und andere digitale Projekte. Wir unterstützen Großveranstaltungen wie den Hackathon Coding da Vinci ebenso wie Einzel-Projekte, über die Interessierte sich etwa an Gedenkinitiativen beteiligen können.

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Häufige Fragen

Ja, sehr gern. Melden Sie sich bitte über das Kontaktformular bei uns. Wir freuen uns, fortlaufend unsere Daten ergänzen zu können. Denn wir möchten möglichst viele individuelle Geschichten in ihren Details dokumentieren. Ob Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Juden, Sinti und Roma oder „politische“ KZ-Häftlinge und Displaced Persons – jeder Hinweis zum Schicksal Einzelner liefert auch ein Puzzleteil, das die Situation der verschiedenen Opfergruppen in Nazideutschland begreifbar macht. Und er trägt dazu bei, dass kommende Generationen die Geschichte des Nationalsozialismus nicht nur als Summe von Fakten erfahren.

Bis heute kommen ständig neue Informationen hinzu. Zum Beispiel, wenn Menschen nach Angehörigen und ihrem Verfolgungsweg suchen oder wir nach so vielen Jahrzehnten noch Familien zusammenführen können. Auch wo ein Angehöriger begraben ist, stellt einen wichtigen Hinweis für Familien dar. Denn mit der Grabstelle finden die Hinterbliebenen einen Ort zum Trauern und Gedenken. Daher sammeln wir auch Anhaltspunkte und Angaben zu eventuellen Gräbern von NS-Opfern.

Es gibt viele Wege, uns zu helfen, unsere Ziele zu erreichen. Beteiligen Sie sich an einer Kampagne wie #StolenMemory, etwa indem Sie die Inhalte in Ihren Netzwerken teilen oder selbst aktiv recherchieren. Auch finanzielle Unterstützung kommt unserem Engagement für demokratische Werte und ein profundes Wissen um die NS-Geschichte zugute. Gerade für jüngere Menschen ist es dagegen oft interessant, sich intensiv und umfassend über die Aktion Sühnezeichen oder in einem Freiwilligen Sozialen Jahr bei uns einzubringen. Was auch immer in Ihrer Situation sinnvoll ist, wir freuen uns auf Ihr Engagement.

Ja, ein Besuch im weltweit umfangreichsten Archiv zur NS-Verfolgung lohnt sich. Unsere Ausstellung „Ein Denkmal aus Papier“ mit Führung und digitalen Angeboten zeigt anschaulich, wie die Arbeit der Arolsen Archives begann und sich gewandelt hat. Hier bekommen Sie auch einen Eindruck vom Umfang der Archivsammlung. Zudem können Sie auch für kleinere Recherchen anreisen. Damit wir Sie vor Ort optimal betreuen können, melden Sie sich bitte über die Seite Besuchen Sie uns an.

Wer wissen möchte, wie unser Archiv aussieht, kommt hier zur virtuellen 360-Grad-Tour. Um die empfindlichen und wertvollen Papiere zu schützen, können Besuchergruppen die Räume selbst nicht besichtigen.

Das ist möglich. Wir freuen uns immer über neue Wege, das Wissen aus unserem Archiv ansprechend und kreativ aufzubereiten. Gern stellen wir daher Metadaten bereit für Apps und andere digitale Bildungsprojekte. Bitte nutzen Sie das Kontaktformular und sprechen die Kolleg*innen vom Archiv an.