Die Sammlung der Arolsen Archives umfasst Dokumente der KZ-Verwaltung ebenso wie Akten über Zwangsarbeit oder Formulare, die nach 1945 von den Überlebenden ausgefüllt werden mussten. Je größer der zeitliche Abstand, desto mehr Fragen werfen die sehr unterschiedlichen Dokumente auf. Daher entwickeln und erweitern die Arolsen Archives Online-Tools und anderes Material zur Unterstützung. Sie erleichtern das Verständnis der Dokumente und geben Hintergrundinformationen. Damit bringen sie nicht nur dem Fachpublikum etwas, sondern allen, die sich für die NS-Zeit interessieren.

Der e-Guide
Der e-Guide

Sie möchten wissen, was die Abkürzungen auf einer Häftlingskarte bedeuten? Oder worauf zu achten ist, wenn man Dokumente der Nazis auswertet? Der e-Guide hilft bei den häufigsten Aktentypen der Arolsen Archives. Er erläutert ihren Inhalt und wer sie wozu gebraucht hat. Die Erklärungen sind einfach zu verstehen.

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Die Bibliothek

In der Bibliothek halten die Arolsen Archives gut 10.000 Publikationen und 450 Periodika für Sie bereit, vor allem über Shoah, NS-Zwangsarbeit und Folgen des Nationalsozialismus. Zum Thema Displaced Persons (DP) finden sich seltene Druckschriften, etwa aus den DP-Camps. Einzigartig ist die Spezialsammlung von Publikationen ehemals NS-Verfolgter, sprich die Zeitschriften der Verfolgtenverbände und Lagerkomitees. Sie geben Details zu Leidenswegen wieder, aber auch zu politischen Aktivitäten und Erinnerungsinitiativen. Damit werden diese Titel immer wichtiger, heute, da die meisten dieser Zeitzeugen nicht mehr leben.  

In der Bibliothek der Arolsen Archives finden sich zudem eigene Publikationen und Forschungsergebnisse der Institution aus der frühen Nachkriegszeit, zum Beispiel das Haftstättenverzeichnis über dessen damalige Bedeutung Historiker Wolfgang Benz schrieb: „Nirgendwo sonst waren Charakteristika, Außenlager und Kommandos, Unterstellungsverhältnis, Belegung und Personalstärke und andere Informationen zu den Haftstätten des NS-Systems aufgelistet.“

Der Katalog der Bibliothek ist online verfügbar.

Das Verzeichnis der DP-Lager
Das Verzeichnis der DP-Lager

Das DP-Camp-Verzeichnis entstand 2014 als Versuch, einen ersten Überblick zu bieten, wo in den westlichen Besatzungszonen Deutschlands und Berlins Displaced Persons (DPs) untergebracht waren. Das Verzeichnis ist als Einstieg in die Recherche zu verstehen. Die DP-Listen sind inzwischen im Online-Archiv veröffentlicht und ermöglichen weitere Recherchen.

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