Sie möchten eine Anfrage an die Arolsen Archives richten? Sie suchen Hinweise auf das Schicksal von NS-Verfolgten in Ihrer Familie oder benötigen Informationen für Forschungs- oder Bildungsprojekte? Bitte verwenden Sie unser Antragsformular!

Worüber wir Auskunft geben können:

Ihre Anfrage an die Arolsen Archives

Ein Formular für alle Anfragen: Wir führen Sie mit Auswahlmöglichkeiten durch das Formular und fragen alle notwendigen Informationen ab, um für Sie recherchieren zu können.

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Wartezeit

Hier sehen Sie die aktuellen Zahlen zu unseren Bearbeitungszeiten. Diese gelten für die Klärung von Schicksalen und Verfolgungswegen mithilfe unserer Dokumente. Wenn wir nach Gräbern suchen oder Kontakte zu Familienangehörigen vermitteln sollen, kann es deutlich länger dauern. Monatlich erhalten wir mehr als 1 000 Anfragen. In der Regel bearbeiten wir sie der Reihe nach. Anfragen von Überlebenden oder Anfragen mit einer hohen Dringlichkeit ziehen wir vor, so dass die Wartezeit nur einige Tage bis zu wenigen Wochen beträgt. Wir versichern Ihnen, dass wir unser Möglichstes tun, damit jeder Antragsteller seine Antwort so bald wie möglich erhält.

2 Monate im Durchschnitt
4 Monate max. Wartezeit
13.600 Anfragen seit Januar 2021

Stand: 28.9.2021

Zusätzliche Infos für Familien­angehörige

Jedes Jahr wenden sich viele tausend Menschen an die Arolsen Archives, um mehr über das Schicksal von Angehörigen zu erfahren. Die Anfragen zu NS-Verfolgten kommen aus der ganzen Welt. Hier finden Sie hilfreiche Informationen rund um Ihre Anfrage an die Arolsen Archives.

Zu den Hinweisen für Angehörige

Weitere Ansprechpartner

Wenn es um Entschädigungen für jüdische Opfer der NS-Verfolgung geht, erhalten Sie Unterstützung auf: www.claimscon.de

Wir haben keine Informationen über Soldaten der ehemaligen Deutschen Wehrmacht oder zu Vertriebenen und Flüchtlingen aus den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches. Bitte wenden Sie sich an: www.bundesarchiv.de

Informationen über Kriegs- und Zivilgefangene sowie Wehrmachtsvermisste oder von der Roten Armee verschleppte Zivilisten gibt: www.drk-suchdienst.de

Wie haben die Überlebenden den Start in ein neues Leben geschafft? Welche Hilfen bekamen sie? 

Antworten auf diese Fragen geben Dokumente der Arolsen Archives aus der Zeit nach 1945. Sie enthalten viele Informationen über die Schicksale der Überlebenden, aber auch Hinweise auf die Ermordeten.

Durch die Sicherung der Informationen aus den Anfragen an die Arolsen Archives kommen zudem tagtäglich neue Namen und Erkenntnisse hinzu. Das Wissen über die NS-Verfolgten wächst dadurch Jahr für Jahr weiter.

»Der Wert dieser Dokumente steigt immer mehr. Sie sind die Erinnerung.«

Alexandr Afanasjew, ehemaliger Kriegsgefangener und KZ-Häftling des Konzentrationslagers Buchenwald und des Außenlagers Ellrich-Juliushütte bei seinem Besuch in Bad Arolsen.

Von Listen bis hin zu Fragebögen mit Fotos

Oft sind verschiedene Arten von Listen die Basis für die Auskünfte der Arolsen Archives. Sie stammen zum einen aus der nationalsozialistischen Bürokratie. Akribisch dokumentierten die Täter Deportationen, Einlieferungen, Krankheitsfälle und den Tod in den Konzentrationslagern. Listen haben aber auch die Alliierten angelegt, vor allem, als es um die Registrierung, Versorgung, Emigration oder Repatriierung der Displaced Persons (DPs) sowie die Aktivitäten des Kindersuchdienstes nach 1945 ging.

Außerdem befinden sich in den Sammmlungen der Arolsen Archives Dokumente zu einzelnen Personen. In der NS-Zeit waren das zum Beispiel Häftlingspersonalkarten aus den Konzentrationslagern oder Registrierungskarten von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern. Aus der Nachkriegszeit verwahrt unser Archiv zum Beispiel die Fragebögen der International Refugee Organization (IRO), die ausgefüllt werden mussten, um Unterstützung zu erhalten. Hinzu kommen die jeweils einem Namen zugeordneten Korrespondenzakten der Arolsen Archives, die aus den Anfragen und Suchaufträgen entstanden sind. Überlebende und Angehörige schildern darin weitere Einzelheiten zu Schicksalswegen.

Ausgangspunkt aller Personenrecherchen ist die digitalisierte Version der Zentralen Namenkartei (ZNK), die Hinweise zu ungefähr 17,5 Millionen Menschen enthält. Für jede Namensnennung auf einem Dokument erstellten die Mitarbeiter*innen eine Karte. Unter den jeweiligen Namen sind entsprechend alle Karten mit Hinweisen zu Dokumenten zu finden.

Das Archiv und seine Datenbestände bieten zudem große Möglichkeiten für Forschungen, die nicht personenbezogen sind, sondern zum Beispiel orts- oder themenbezogen. Finden Sie hier Informationen über die Forschungspotentiale.

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