2022 geht #everynamecounts in eine neue Runde: Zum Internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocaust am 27. Januar rufen wir alle Menschen dazu auf, sich an unserer Crowdsourcing-Initiative zu beteiligen. Gemeinsam wollen wir es schaffen, in 48 Stunden 20.000 Dokumente für unser weltgrößtes Online-Archiv über die NS-Opfer zu erfassen. Hier erfahrt ihr alles, was ihr braucht, um bei der Challenge mitzumachen!

Bei #everynamecounts hat jede*r die Chance, ein Zeichen zu setzen. Mit der Crowdsourcing-Initiative bauen wir ein digitales Denkmal für die Verfolgten des Nationalsozialismus. Bis 2025 sollen alle Informationen in unserem Online-Archiv verfügbar sein. Bereits jetzt haben mehr als 22.000 registrierte Freiwillige über 5,1 Millionen Dokumente von Zuhause aus bearbeitet.

 

Einfach mitmachen!

Damit das digitale Denkmal noch schneller wächst, rufen wir zum Internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocaust am 27. Januar eine Challenge aus: Vom 26.01., 18 Uhr bis 28.01., 18 Uhr wollen wir 20.000 Dokumente über Opfer der NS-Verfolgung indizieren und so einen Teil ihrer persönlichen Geschichte erzählen. Mitmachen ist ganz einfach und ohne Vorkenntnisse möglich. In diesem Video erklärt unser Stellvertretender Archivleiter Giora Zwilling, wie es funktioniert:

 

 

Die Dokumente

Die Dokumente, die wir bei unserer Challenge rund um den Gedenktag indizieren möchten, stammen übrigens von einem unserer Partner, der Internationalen Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem. Sie sind Teil des sogenannten Central Location Index – einer Datensammlung, die verschiedene Hilfsorganisationen ab Mai 1944 angelegt haben. Der gesamte Bestand umfasst 1.200000 Karten und 250.000 Dokumente und ist bisher noch nie digital erfasst worden.

 

Kooperation mit Yad Vashem

Yad Vashem stellt die Sammlung für das Projekt #everynamecounts zur Verfügung, damit das digitale Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus weiterwächst. Die erfassten Daten werden sowohl im Online-Archiv der Arolsen Archives als auch in der Datenbank von Yad Vashem bereitgestellt. Der CLI war eine Dachorganisation mit Sitz in New York, die zwischen 1944 und 1949 die Suche nach jüdischen und nicht-jüdischen Verwandten koordiniert hat. Unter diesem Dach haben sich diverse, in erster Linie amerikanische, aber auch andere Organisationen auf der ganzen Welt gesammelt, um ihre Bemühungen zu zentralisieren. So wurde die neue Organisation in kürzester Zeit führend bei der Verwandtensuche.

In unserer ersten Indizierungs-Challenge 2022 erfassen wir von diesen Karten Grundinformationen zur gesuchten Person:  z.B. Name, Geburtsdatum, Geburtsort oder Beruf. Darüber hinaus sieht man auf den Karten auch den letzten bekannten Aufenthaltsort der*des Gesuchten, wer den damaligen Suchantrag gestellt hat oder wo es eventuell überlebende Verwandte gab.

 

Jetzt Spenden
Mehr erfahren