Jugendliche bringen Erinnerungen zurück

Jugendliche bringen Erinnerungen zurück

Das Besondere an #StolenMemory ist die Verbindung von Information, Erinnerung, lokalhistorischem Ansatz und der Möglichkeit, selbst aktiv bei der Kampagne mitzuwirken. Damit will die Institution auch Freiwillige für die Suche nach Angehörigen gewinnen – zum Beispiel Schüler*innen, die an deutsch-polnischen Bildungsprojekten teilnehmen.

Die Arolsen Archives bewahren noch mehr als 2.500 persönliche Gegenstände ehemaliger KZ-Häftlinge auf. Ein Großteil, mindestens 900 Gegenstände, gehören polnischen Opfern der NS-Verfolgung: Frauen und Männer, die gegen das Regime kämpften, Zwangsarbeit leisten mussten oder als Zivilisten von den Nationalsozialisten in Konzentrationslager verschleppt wurden. Das Ziel der 2016 initiierten Kampagne ist die Suche nach Angehörigen und die Rückgabe der Andenken an die Familien.

#StolenMemory in Polen
#StolenMemory in Polen

Seit 2019 gibt es eine sehr gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Bildungsträgern in Polen. Die Plakatausstellung #StolenMemory wurde anlässlich des 80. Jahrestages des Überfalls auf Polen und des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs in einigen polnischen Städten gezeigt

Zu den Projekten in Polen

Kooperation mit dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk

In Zusammenarbeit mit der Jugendbegegnungsstätte IJBS in Oświęcim/Auschwitz wurde #StolenMemory 2019 erstmals zum Bildungsprojekt: Jugendliche arbeiten mit den Biografien und Dokumenten und recherchieren nach Schicksalen aus der Region, suchen Spuren und helfen erfolgreich dabei, Familien zu finden. Gemeinsam mit den Arolsen Archives ermöglicht das DPJW deutsch-polnischen und trilateralen Jugendgruppen – im Rahmen des Förderprogramms »Wege zur Erinnerung«, aber auch im regulären Förderverfahren – sich an der Kampagne #StolenMemory zu beteiligen.

 


Schüler*innen des Konarski Gymnasiums Oswiecim fanden im Rahmen der Kampagne Stanisława Bury, die Nichte des ehemaligen KZ-Häftlings Stefan Baster, um seinen Trauring zurückzugeben.

Bildung mit Regionalbezug

Das Projekt birgt ein besonderes Potenzial für deutsch-polnische Gruppen: Durch die individuellen Schicksale der NS-Verfolgten, zu denen die Arolsen Archives Dokumente und Effekten verwahren, lässt sich zu fast jedem Ort in Deutschland und Polen ein Regionalbezug zu Gedenkstätten sowie Wohnorten der Partnergruppen herstellen. Gemeinsam  und aktiv können sich Jugendliche aus Deutschland und Polen mit der eigenen Geschichte rund um den Zweiten Weltkrieg und der des Nachbarlandes auseinandersetzen und im Rahmen von #StolenMemory einen Beitrag zur deren weiterer Aufarbeitung leisten.

#StolenMemory verbindet Jugendliche

Es bieten sich vielfältige Möglichkeiten, #StolenMemory in deutsch-polnische Gedenkstättenprojekte zu integrieren. Werden auch Sie mit Ihrer deutsch-polnischen Jugendgruppe Teil dieser wichtigen Kampagne und helfen Sie mit, dadurch die Erinnerung an die ehemals verfolgten Menschen wachzuhalten!

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