#StolenMemory Online-Ausstellung: Stutthof
Zum 76. Jahrestag der Befreiung des deutschen Konzentrationslager Stutthof am 9. Mai 1945 veröffentlichen die Arolsen Archives in Zusammenarbeit mit dem Muzeum Stutthof w Sztutowie eine #StolenMemory Ausstellung, die das Schicksal von 20 Häftlingen dieses Konzentrationslagers in den Mittelpunkt stellt.

Die Familien von sechs dieser Verfolgten konnten die Arolsen Archives finden. Die anderen 14 Familien werden noch immer gesucht, um die gestohlenen Erinnerungsstücke zurückzugeben.

#Gefunden

#Gefunden: Dobrzenicki
Marian
Dobrzenicki

Marian Dobrzenicki wurde am 6. April 1914 geboren und lebte während des Zweiten Weltkrieges mit seiner Ehefrau Karolina und dem gemeinsamen Sohn Bogdan in Warschau.

Ende August 1944 forderten die deutschen Besatzer die Zivilbevölkerung der Stadt auf, sich an Sammelpunkten einzufinden. Von dort aus trieben sie die Menschen u.a. in das Durchgangslager Pruszków. Die Nationalsozialisten verschleppten Marian Dobrzenicki von dort zuerst in das Konzentrationslager Stutthof und am 4. September 1944 in das Konzentrationslager Neuengamme. Dort musste er Zwangsarbeit leisten.

Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. 2019 fand das Polnische Rote Kreuz im Auftrag der Arolsen Archives Marian Dobrzenickis Schwiegertochter Teresa. Sie ist nun im Besitz der Taschenuhr, die vor über 75 Jahren aufhörte zu ticken.

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Ende August 1944 forderten die deutschen Besatzer die Zivilbevölkerung der Stadt auf, sich an Sammelpunkten einzufinden. Von dort aus trieben sie die Menschen u.a. in das Durchgangslager Pruszków. Die Nationalsozialisten verschleppten Marian Dobrzenicki von dort zuerst in das Konzentrationslager Stutthof und am 4. September 1944 in das Konzentrationslager Neuengamme. Dort musste er Zwangsarbeit leisten.

Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. 2019 fand das Polnische Rote Kreuz im Auftrag der Arolsen Archives Marian Dobrzenickis Schwiegertochter Teresa. Sie ist nun im Besitz der Taschenuhr, die vor über 75 Jahren aufhörte zu ticken.

#Gefunden: Kase
Aleksei
Kase

Aleksei Kase lebte mit seiner Frau Amata und ihren drei Kindern in Reval, dem heutigen Tallin. Am 16. März 1944 wies die Sicherheitspolizei den damals 40-jährigen Familienvater wegen kommunistischer Aktivitäten ins Konzentrationslager Stutthof ein.

Bei seiner Ankunft hatte er einen Koffer bei sich, dessen Inhalt die SS akribisch auflistete und deponierte. Auch seinen Ehering musste er abgeben. Er wurde in einem Umschlag verwahrt. Als die SS Aleksei Kase einen Monat später in das Konzentrationslager Neuengamme überstellte, schickte sie den Umschlag mit dem Ring mit. Knapp 20 Jahre später gelangte der Ring in die heutige Sammlung der Arolsen Archives. 2019 konnte das Estnische Rote Kreuz Aleksei Kases Sohn ermitteln und die Arolsen Archives das Erinnerungsstück in die Familie zurückgeben.

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Bei seiner Ankunft hatte er einen Koffer bei sich, dessen Inhalt die SS akribisch auflistete und deponierte. Auch seinen Ehering musste er abgeben. Er wurde in einem Umschlag verwahrt. Als die SS Aleksei Kase einen Monat später in das Konzentrationslager Neuengamme überstellte, schickte sie den Umschlag mit dem Ring mit. Knapp 20 Jahre später gelangte der Ring in die heutige Sammlung der Arolsen Archives. 2019 konnte das Estnische Rote Kreuz Aleksei Kases Sohn ermitteln und die Arolsen Archives das Erinnerungsstück in die Familie zurückgeben.

#Gefunden: Brzys
Wiesława
Brzyś

„Meine Mutter war eine schicke Frau, die Wert auf eine elegante Erscheinung legte.“ Davon zeugen die persönlichen Gegenstände von Wiesława Brzyś, die ihr die Nationalsozialisten bei ihrer Einlieferung ins Konzentrationslager wegnahmen: eine goldene Armbanduhr, ein Bernsteinarmreif und Broschen.

Endlich sind diese Erinnerungsstücke in den Händen ihrer Tochter und deren Familie. Die deutschen Besatzer schickten Wiesława Brzyś mit nur 15 Jahren aus Warschau zur Zwangsarbeit nach Wien. Durch die Hilfe ihres Vaters konnte sie zunächst nach Polen zurückkehren. Während des Warschauer Aufstands 1944 wurden Wiesława und ihre Eltern ins Konzentrationslager Stutthof eingeliefert. Die SS transportierte Mutter und Tochter in das Außenlager Hannover-Langenhagen und kurz vor Kriegsende nach Bergen-Belsen. Dort erlebten sie die Befreiung durch die britische Armee. Wiesławas Vater überlebte nicht.

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Endlich sind diese Erinnerungsstücke in den Händen ihrer Tochter und deren Familie. Die deutschen Besatzer schickten Wiesława Brzyś mit nur 15 Jahren aus Warschau zur Zwangsarbeit nach Wien. Durch die Hilfe ihres Vaters konnte sie zunächst nach Polen zurückkehren. Während des Warschauer Aufstands 1944 wurden Wiesława und ihre Eltern ins Konzentrationslager Stutthof eingeliefert. Die SS transportierte Mutter und Tochter in das Außenlager Hannover-Langenhagen und kurz vor Kriegsende nach Bergen-Belsen. Dort erlebten sie die Befreiung durch die britische Armee. Wiesławas Vater überlebte nicht.

Das Konzentrationslager Stutthof – 1939–1945 I
Am 1. September 1939 überfiel Nazi-Deutschland Polen und gliederte die Freie Stadt Danzig völkerrechtswidrig ein. Innerhalb der Grenzen der Freien Stadt Gdańsk errichteten die deutschen Besatzer in dem Dorf Stutthof ein Lager. Am 2. September traf dort der erste Häftlingstransport mit etwa 150 am Vortag in Danzig verhafteten Polen ein.

Zu Beginn nutzen die Nationalsozialisten das Lager für die deutsche Vernichtungspolitik gegenüber „unerwünschten polnischen Elementen“ – hauptsächlich Intellektuellen aus Danzig und Pommern. Ab 1942 wurden auch Pol*innen aus anderen Regionen sowie Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern in Stutthof inhaftiert. Ab Mitte 1944 diente das Lager den deutschen Besatzern auch bei der sogenannten Endlösung der Judenfrage – der systematischen Ermordung der europäischen Juden.

Das Konzentrationslager Stutthof – 1939–1945 II
Von 1939 bis 1945 waren etwa 110 000 Männer, Frauen und Kinder aus 28 Ländern in Stutthof inhaftiert. Die meisten stammten aus Polen, der Sowjetunion und dem Deutschen Reich. Unter den Gefangenen waren etwa 50 000 jüdische Häftlinge. Die deutschen Nationalsozialisten ermordeten fast 65 000 der Häftlinge des Lagers. Viele von ihnen starben an Überanstrengung, Unterernährung und Krankheiten. Mehrere Tausend Häftlinge wurden während der Räumung des Lagers und den Todesmärschen ermordet.

Das Konzentrationslager Stutthof hatte eine Fläche von 120 ha. Die 39 Außenlager reichten von Pölitz (heute Police) bei Stettin bis nach Königsberg (heute Kaliningrad), Thorn (heute Toruń) und Bromberg (heute Bydgoszcz). Am 9. Mai 1945 befreite die 48. sowjetischen Armee der 3. Weißrussischen Front nach 2077 Tagen das Lager.

#Gefunden: Boboli
Zygmunt
Boboli

„Es ist eine Erinnerung, die ich an meine Kinder und Enkel weitergebe.“ Im September 2017 nahm Ewa Sioda die Taschenuhr ihres Großvaters Zygmunt Boboli in Warschau entgegen.
Für die Familie symbolisiert die Uhr das Schicksal ihres Angehörigen: „Mein Großvater trug sie bis zu dem Tag bei sich, als er verhaftet wurde.“

Die Nationalsozialisten verhafteten die Familie Boboli bei der Räumung Warschaus während des Warschauer Aufstandes 1944. Sie verschleppten Zygmunt Boboli in das Konzentrationslager Stutthof, das Konzentrationslager Neuengamme und das Außenlager Watenstedt/Leinde. Er wurde von der Roten Armee im Männerlager Ravensbrück befreit. Seine Frau und Tochter deportierten die Nationalsozialisten zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich. Alle drei überlebten und kehrten nach Polen zurück. Zygmunt Boboli hat nie über diese Zeit gesprochen.

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Die Nationalsozialisten verhafteten die Familie Boboli bei der Räumung Warschaus während des Warschauer Aufstandes 1944. Sie verschleppten Zygmunt Boboli in das Konzentrationslager Stutthof, das Konzentrationslager Neuengamme und das Außenlager Watenstedt/Leinde. Er wurde von der Roten Armee im Männerlager Ravensbrück befreit. Seine Frau und Tochter deportierten die Nationalsozialisten zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich. Alle drei überlebten und kehrten nach Polen zurück. Zygmunt Boboli hat nie über diese Zeit gesprochen.

#Gefunden: Szumidło
Maria
Szumidło

Zbigniew Szumidło konnte es kaum fassen, als er 2019 im Online-Archiv der Arolsen Archives die Armbanduhr seiner Mutter entdeckte. Die deutschen Besatzer trieben die 19-jährige Studentin Maria Szumidło mit ihrer Schwester Jadwiga während des Warschauer Aufstandes aus der Stadt.

Sie verschleppten die beiden erst in das Konzentrationslager Stutthof und dann in das Außenlager Hannover-Langenhagen. Dort mussten sie Zwangsarbeit leisten. Britische Truppen befreiten Maria und Jadwiga in Bergen-Belsen. Maria lebte nach dem Krieg in verschiedenen DP-Lagern. 1947 kam ihr Sohn Zbigniew auf die Welt. Gemeinsam mit Zbigniews Vater Franciszek Zajder wanderte sie 1950 von Bremerhaven an Bord der „Hellenic Prince“ nach Neuseeland aus. Sie starb 1999. Die Arolsen Archives verschickten 2019 ihre Uhr an ihren Sohn nach Australien.

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Sie verschleppten die beiden erst in das Konzentrationslager Stutthof und dann in das Außenlager Hannover-Langenhagen. Dort mussten sie Zwangsarbeit leisten. Britische Truppen befreiten Maria und Jadwiga in Bergen-Belsen. Maria lebte nach dem Krieg in verschiedenen DP-Lagern. 1947 kam ihr Sohn Zbigniew auf die Welt. Gemeinsam mit Zbigniews Vater Franciszek Zajder wanderte sie 1950 von Bremerhaven an Bord der „Hellenic Prince“ nach Neuseeland aus. Sie starb 1999. Die Arolsen Archives verschickten 2019 ihre Uhr an ihren Sohn nach Australien.

#Gefunden: Czaplicki
Franciszek
Czaplicki

Kamil Kaczyński war aufgeregt, als er im April 2021 erfuhr, dass die Arolsen Archives Dokumente und die Taschenuhr seines Urgroßonkels Franciszek Czaplicki aufbewahren.

Er hätte nie gedacht, so viele Informationen oder sogar das Grab und einen Gegenstand des verschollenen Familienmitglieds bei seiner Recherche zu finden. Der entscheidende Hinweis kam vom Institut für Nationales Gedenken in Polen.

Franciszek Czaplicki wurde am 8. Dezember 1903 in Darmopychy geboren und war das dritte von sieben Kindern. Seine Eltern hießen Tekla und Ludwik. Er zog später alleine nach Warschau und heiratete Stefania Najdzik. Mit ihren Söhnen Tadeusz und Jerzy lebten sie in dem Dorf Ząbki bei Warschau. Er war Staatsdiener und arbeitete für die Poczta Polska. Die deutschen Besatzer verschleppten ihn während des Warschauer Aufstands in das Konzentrationslager Stutthof und kurz darauf in das Konzentrationslager Neuengamme. Franciszek Czaplicki starb am 12. November 1944. Er ist auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg begraben.

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Er hätte nie gedacht, so viele Informationen oder sogar das Grab und einen Gegenstand des verschollenen Familienmitglieds bei seiner Recherche zu finden. Der entscheidende Hinweis kam vom Institut für Nationales Gedenken in Polen.

Franciszek Czaplicki wurde am 8. Dezember 1903 in Darmopychy geboren und war das dritte von sieben Kindern. Seine Eltern hießen Tekla und Ludwik. Er zog später alleine nach Warschau und heiratete Stefania Najdzik. Mit ihren Söhnen Tadeusz und Jerzy lebten sie in dem Dorf Ząbki bei Warschau. Er war Staatsdiener und arbeitete für die Poczta Polska. Die deutschen Besatzer verschleppten ihn während des Warschauer Aufstands in das Konzentrationslager Stutthof und kurz darauf in das Konzentrationslager Neuengamme. Franciszek Czaplicki starb am 12. November 1944. Er ist auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg begraben.

Erinnerungen an NS-Verfolgte
Im Archiv der Arolsen Archives in Deutschland befinden sich knapp 2500 „Effekten“ aus Konzentrationslagern: oft Taschen- und Armbanduhren, Ringe, Brieftaschen, Familienfotos und Alltägliches wie Kämme, Puderdosen oder Rasiermesser. Nicht selten sind es die letzten Dinge, die NS-Verfolgte besaßen. Sie trugen sie im Moment ihrer Verhaftung durch die Nationalsozialisten bei sich. Die Gegenstände stammen von Menschen aus über 30 Ländern – eine große Zahl aus Polen und der damaligen Sowjetunion.
2016 haben die Arolsen Archives eine Kampagne gestartet, um möglichst vielen Familien diese gestohlenen Erinnerungen zurückzugeben. Die Ausstellung erzählt, was es den Menschen bedeutet, die Erinnerungsstücke in den Händen zu halten. Und zeigt Gegenstände, zu denen die Arolsen Archives noch nach Angehörigen suchen.

#Gesucht

#Gesucht: Urbański
Jan
Urbański

Wir suchen Angehörige von Jan Urbański, geboren am 20. März 1900. Die deutschen Besatzer zwangen ihn während des Warschauer Aufstandes die Stadt zu verlassen und trieben ihn in das Durchgangslager Pruszków.

Sie hatten das Lager kurz nach Ausbruch des Aufstandes vor den Stadttoren eingerichtet, um die festgenommenen Zivilist*innen vor der Deportation in deutsche Konzentrationslager oder die Vernichtungslager zu selektieren. Binnen weniger Monate schleusten die SS und die Wehrmacht mehr als 550.000 Menschen durch das Lager. Von Pruzsków verschleppten die Nationalsozialisten Jan Urbański nach fünftägiger Haft im Konzentrationslager Stutthof in das Konzentrationslager Neuengamme. Ob er überlebte, ist nicht bekannt. Die Arolsen Archives bewahren seinen Ehering, eine Kette mit Anhänger sowie eine Rasierklinge von ihm auf.

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Sie hatten das Lager kurz nach Ausbruch des Aufstandes vor den Stadttoren eingerichtet, um die festgenommenen Zivilist*innen vor der Deportation in deutsche Konzentrationslager oder die Vernichtungslager zu selektieren. Binnen weniger Monate schleusten die SS und die Wehrmacht mehr als 550.000 Menschen durch das Lager. Von Pruzsków verschleppten die Nationalsozialisten Jan Urbański nach fünftägiger Haft im Konzentrationslager Stutthof in das Konzentrationslager Neuengamme. Ob er überlebte, ist nicht bekannt. Die Arolsen Archives bewahren seinen Ehering, eine Kette mit Anhänger sowie eine Rasierklinge von ihm auf.

#Gesucht: Błaszczyk
Piotr
Błaszczyk

Wir suchen Angehörige von Piotr Błaszczyk, geboren am 11. September 1894 in Bolimów. Der Witwer und Vater von drei Kindern lebte in Starosielce, in der Nähe von Białystok. Die Sicherheitspolizei Białystok verhaftete ihn, weil er angeblich „politisch verdächtig“ gewesen sei.

Am 29. März 1944 inhaftierten die deutschen Besatzer ihn im Konzentrationslager Stutthof. Er erhielt die Häftlingsnummer 33 318 und wurde als „politischer Häftling“ registriert. Zwei Wochen später, am 14. April 1944, überstellten die Nationalsozialisten ihn nach Hamburg in das Konzentrationslager Neuengamme. Auf seiner Häftlingskarte im Konzentrationslager Stutthof gab er als seinen nächsten Verwandten seinen Bruder Tomasz an, der in Piotrs Heimatort Bolimów wohnte. Seine silberne Taschenuhr wird in den Arolsen Archives aufbewahrt.

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Am 29. März 1944 inhaftierten die deutschen Besatzer ihn im Konzentrationslager Stutthof. Er erhielt die Häftlingsnummer 33 318 und wurde als „politischer Häftling“ registriert. Zwei Wochen später, am 14. April 1944, überstellten die Nationalsozialisten ihn nach Hamburg in das Konzentrationslager Neuengamme. Auf seiner Häftlingskarte im Konzentrationslager Stutthof gab er als seinen nächsten Verwandten seinen Bruder Tomasz an, der in Piotrs Heimatort Bolimów wohnte. Seine silberne Taschenuhr wird in den Arolsen Archives aufbewahrt.

#Gesucht: Anchalska
Genowefa
Anchalska

Wir suchen Angehörige von Genowefa Anchalska, geb. Rzepka, geboren am 18. Oktober 1908 in Wilków. Sie war Hausfrau und wohnte im Warschauer Stadtteil Marymont. Die deutschen Besatzer nahmen sie bei der Räumung der Stadt während des Warschauer Aufstandes fest.

Am 31. August 1944 deportierte die Sicherheitspolizei sie in das Konzentrationslager Stutthof, wo ihr Ehemann Zygmund bereits inhaftiert war. Einen Monat später deportierte die SS sie in das Frauenlager Hannover-Langenhagen, ein Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme. Kurz vor Kriegsende schickte die SS die weiblichen Häftlinge auf einen Todesmarsch Richtung Bergen-Belsen, wo das Polnische Rote Kreuz Genowefa Anchalska nach der Befreiung betreute. Bei ihrer Verhaftung trug sie ihren Ehering und den ihres Mannes bei sich. Beide Ringe befinden sich in den Arolsen Archives.

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Am 31. August 1944 deportierte die Sicherheitspolizei sie in das Konzentrationslager Stutthof, wo ihr Ehemann Zygmund bereits inhaftiert war. Einen Monat später deportierte die SS sie in das Frauenlager Hannover-Langenhagen, ein Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme. Kurz vor Kriegsende schickte die SS die weiblichen Häftlinge auf einen Todesmarsch Richtung Bergen-Belsen, wo das Polnische Rote Kreuz Genowefa Anchalska nach der Befreiung betreute. Bei ihrer Verhaftung trug sie ihren Ehering und den ihres Mannes bei sich. Beide Ringe befinden sich in den Arolsen Archives.

Der Überfall auf Polen
Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Am 17. September marschierte auch noch die mit den Deutschen verbündete Sowjetunion ein. Die polnischen Truppen mussten wenig später vor der Übermacht kapitulieren. Polen wurde unter den Besatzern gemäß dem Hitler-Stalin-Pakt aufgeteilt. Für die polnische Bevölkerung begann eine Zeit des Terrors und der Willkür. Jedoch organisierte sich rasch eine Widerstandsbewegung im Untergrund.
Die Deutschen annektierten Gebiete, vertrieben und enteigneten die Bevölkerung, verschleppten Hunderttausende zur Zwangsarbeit oder in die Konzentrationslager, mordeten wahllos und plünderten. Widerstandskämpfer*innen und die Eliten aus Verwaltung, Bildung und Klerus wurden gezielt verfolgt. Die Juden, die völlig entrechtet in Ghettos gepfercht wurden, litten besonders unter Gewalt und Hunger.
#Gesucht: Jędrzejczak
Jan
Jędrzejczak

Wir suchen Angehörige von Jan Jędrzejczak, geboren am 18. September 1898. Die deutschen Besatzer verschleppten ihn bei der Räumung Warschaus während des Warschauer Aufstandes in das Konzentrationslager Stutthof.

Dort kam er am 31. August 1944 an und erhielt die Häftlingsnummer 77 171. Anfang September 1944 deportierten die Nationalsozialisten ihn nach Hamburg in das Konzentrationslager Neuengamme. Die lückenhafte Dokumentation gibt keinen Aufschluss über sein weiteres Schicksal. Etwa 180.000 Polinnen und Polen wurden während des Warschauer Aufstands getötet, weitere 60.000 wurden in deutsche Konzentrationslager verschleppt. Etwa 6000 von ihnen kamen in das Konzentrationslager Neuengamme und mussten wie Jan Jędrzejczak Zwangsarbeit leisten. Die Arolsen Archives bewahren seine Taschenuhr auf.  

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Dort kam er am 31. August 1944 an und erhielt die Häftlingsnummer 77 171. Anfang September 1944 deportierten die Nationalsozialisten ihn nach Hamburg in das Konzentrationslager Neuengamme. Die lückenhafte Dokumentation gibt keinen Aufschluss über sein weiteres Schicksal. Etwa 180.000 Polinnen und Polen wurden während des Warschauer Aufstands getötet, weitere 60.000 wurden in deutsche Konzentrationslager verschleppt. Etwa 6000 von ihnen kamen in das Konzentrationslager Neuengamme und mussten wie Jan Jędrzejczak Zwangsarbeit leisten. Die Arolsen Archives bewahren seine Taschenuhr auf.  

#Gesucht: Nowak
Alexandra
Nowak

Wir suchen Angehörige von Aleksandra Nowak, geb. Elbe, geboren am 15. August 1918 in Warschau. Dort lebte die Schneiderin mit ihrem Ehemann Stanislaw. Auf Befehl der deutschen Besatzer musste sie die Stadt während des Warschauer Aufstandes verlassen.

Die Nationalsozialisten verschleppten sie am 31. August 1944 in das Konzentrationslager Stutthof. Knapp einen Monat später überstellte die SS sie mit ca. 500 weiteren weiblichen Häftlingen in das Frauen-Außenlager Hannover-Langenhagen. Die Alliierten bombardierten das Außenlager im Januar 1945. Die Frauen wurden daraufhin im Außenlager Hannover-Limmer untergebracht und von dort aus auf einen Todesmarsch nach Bergen-Belsen geschickt. Nach der Befreiung wurde Aleksandra Nowak durch das Polnische Rote Kreuz in Bergen-Belsen betreut. Die Arolsen Archives bewahren ihren Schmuck auf.

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Die Nationalsozialisten verschleppten sie am 31. August 1944 in das Konzentrationslager Stutthof. Knapp einen Monat später überstellte die SS sie mit ca. 500 weiteren weiblichen Häftlingen in das Frauen-Außenlager Hannover-Langenhagen. Die Alliierten bombardierten das Außenlager im Januar 1945. Die Frauen wurden daraufhin im Außenlager Hannover-Limmer untergebracht und von dort aus auf einen Todesmarsch nach Bergen-Belsen geschickt. Nach der Befreiung wurde Aleksandra Nowak durch das Polnische Rote Kreuz in Bergen-Belsen betreut. Die Arolsen Archives bewahren ihren Schmuck auf.

#Gesucht: Klinkowski
Janusz
Klinkowski

Wir suchen Angehörige von Janusz Klinkowski, geboren am 24. April 1910 in Berlin. Der Schornsteinfegermeister lebte mit seiner Frau Therese und einem Kind in Gnesen/Gniezno im heutigen Polen.

Die Polizei im nahe gelegenen Hohensalza/Inowrocław nahm Janusz Klinkowski im Mai 1940 wegen „deutschfeindlichem Verhalten“ in sogenannte „Schutzhaft“. Kurz darauf folgte seine Deportation in das Konzentrationslager Dachau. Im April 1942 verschleppte die SS Janusz in das Konzentrationslager Stutthof und zwang ihn zur Arbeit auf der Krankenstation. Im Oktober 1944 überstellten die Nazis ihn in das Konzentrationslager Neuengamme. Janusz Klinkowski starb kurz nach seiner Befreiung am 20. Mai 1945 in einem Krankenhaus in Rotenburg bei Bremen. Die Arolsen Archives bewahren seinen letzten Besitz auf.

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Die Polizei im nahe gelegenen Hohensalza/Inowrocław nahm Janusz Klinkowski im Mai 1940 wegen „deutschfeindlichem Verhalten“ in sogenannte „Schutzhaft“. Kurz darauf folgte seine Deportation in das Konzentrationslager Dachau. Im April 1942 verschleppte die SS Janusz in das Konzentrationslager Stutthof und zwang ihn zur Arbeit auf der Krankenstation. Im Oktober 1944 überstellten die Nazis ihn in das Konzentrationslager Neuengamme. Janusz Klinkowski starb kurz nach seiner Befreiung am 20. Mai 1945 in einem Krankenhaus in Rotenburg bei Bremen. Die Arolsen Archives bewahren seinen letzten Besitz auf.

Warschauer Aufstand I
Im fünften Jahr der deutschen Besatzung, die Millionen Tote auf polnischem Boden gefordert hatte, befand sich die Wehrmacht im Sommer 1944 an allen Fronten auf dem Rückzug. Im Osten Polens war die Rote Armee bis Lublin und Białystok vorgerückt und stieß weiter auf Warschau vor. Im Westen kämpften sich die alliierten Truppen nach der Landung in der Normandie in Richtung der Reichsgrenze. Um die Hauptstadt vor dem Einmarsch der sowjetischen Verbände aus eigener Kraft zu befreien, entschied sich die nationalpolnische Heimatarmee (Armia Krajowa, AK) mit Unterstützung anderer Gruppen zum Aufstand.
Warschauer Aufstand II
Am 1. August 1944, wenige Tage nach dem Attentat auf Hitler, begann auf Befehl der polnischen Exilregierung in London, unter Führung von General Graf Tadeusz Komorowski der Aufstand. Die Erhebung war Teil der landesweiten Aktion Burza. In den ersten Tagen erkämpften sich die polnischen Verbände die Kontrolle über weite Teile der Innenstadt. Unter den Aufständigen, die um jedes Haus und jeden Straßenzug erbittert kämpften, befanden sich auch viele Frauen und Jugendliche. Ganze 63 Tage dauerte der Widerstand gegen die militärisch überlegenen Deutschen. Zwar unterstütze die britische Royal Air Force die Polen mit Waffenlieferungen, die Rote Armee am anderen Weichselufer griff jedoch nicht in die Kampfhandlungen ein. Die Reaktion von Wehrmacht und SS-Einheiten war brutal.
#Gesucht: Kowalski
Julian
Kowalski

Wir suchen Angehörige von Julian Kowalski, geboren am 15. Februar 1916. Die Staatspolizei nahm ihn in Koszalin fest und überstellte ihn ins Konzentrationslager Stutthof. Dort wurde er am 29. März 1944 mit der Häftlingsnummer 33 254 als „politischer Schutzhäftling” registriert.

Im Deutschen Reich und den besetzten Gebieten nahmen die Nationalsozialisten willkürlich Menschen in sogenannte „Schutzhaft“. Sie war zeitlich unbegrenzt und erfolgte ohne richterlichen Beschluss. Die Häftlinge waren vollkommen rechtlos. Zwei Wochen später, im April 1944, überstellten die deutschen Besatzer Julian Kowalski in das Konzentrationslager Neuengamme. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. Die Arolsen Archives bewahren seine Taschenuhr mit einer aufklappbaren Schutzhülle auf.

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Im Deutschen Reich und den besetzten Gebieten nahmen die Nationalsozialisten willkürlich Menschen in sogenannte „Schutzhaft“. Sie war zeitlich unbegrenzt und erfolgte ohne richterlichen Beschluss. Die Häftlinge waren vollkommen rechtlos. Zwei Wochen später, im April 1944, überstellten die deutschen Besatzer Julian Kowalski in das Konzentrationslager Neuengamme. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. Die Arolsen Archives bewahren seine Taschenuhr mit einer aufklappbaren Schutzhülle auf.

#Gesucht: Więtczak
Józef
Więtczak

Wir suchen Angehörige von Józef Więtczak, geboren am 12. März 1912. Er war verheiratet. Ende August 1944 trieben die deutschen Besatzer die Warschauer Bevölkerung aus den Stadtteilen, über die sie Kontrolle hatten, aus der Stadt. Darunter war auch Józef Więtczak.

Die Vertreibung der Zivilist*innen war eine der brutalen Vergeltungsmaßnahmen für den Warschauer Aufstand. Die Nationalsozialisten verschleppten den 32-Jährigen zuerst in das Konzentrationslager Stutthof. Dort blieb er vier Tage. Am 4. September 1944 überstellte die SS ihn nach Hamburg in das Konzentrationslager Neuengamme und registrierte ihn mit der Häftlingsnummer 46 427. Dort musste er Zwangsarbeit leisten. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. Sein Ehering wird in den Arolsen Archives aufbewahrt.

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Die Vertreibung der Zivilist*innen war eine der brutalen Vergeltungsmaßnahmen für den Warschauer Aufstand. Die Nationalsozialisten verschleppten den 32-Jährigen zuerst in das Konzentrationslager Stutthof. Dort blieb er vier Tage. Am 4. September 1944 überstellte die SS ihn nach Hamburg in das Konzentrationslager Neuengamme und registrierte ihn mit der Häftlingsnummer 46 427. Dort musste er Zwangsarbeit leisten. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. Sein Ehering wird in den Arolsen Archives aufbewahrt.

#Gesucht: Hryncewicz
Józef
Hryncewicz

Wir suchen Angehörige von Józef Hryncewicz, geboren am 1. November 1903. Die deutschen Besatzer zwangen ihn während des Warschauer Aufstandes die Stadt zu verlassen und verschleppten ihn am 31. August 1944 in das Konzentrationslager Stutthof.

Vier Tage später überstellten sie ihn in das Konzentrationslager Neuengamme. Er musste im Außenlager Hamburg-Steinwerder für die Werft Blom&Voss Zwangsarbeit leisten. Ab Oktober 1944 arbeiteten etwa 600 polnische und sowjetische KZ-Häftlinge dort in der U-Boot-Produktion. Überlebende des Außenlagers berichten von regelmäßigen Misshandlungen. Die Todesrate unter den Blom&Voss-Zwangsarbeitern war besonders hoch. Józef Hryncewicz starb am 23. März 1945 – wahrscheinlich an den Folgen von Hunger, Kälte und Misshandlungen. Seine Uhr und zwei Ringe befinden sich in den Arolsen Archives.

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Vier Tage später überstellten sie ihn in das Konzentrationslager Neuengamme. Er musste im Außenlager Hamburg-Steinwerder für die Werft Blom&Voss Zwangsarbeit leisten. Ab Oktober 1944 arbeiteten etwa 600 polnische und sowjetische KZ-Häftlinge dort in der U-Boot-Produktion. Überlebende des Außenlagers berichten von regelmäßigen Misshandlungen. Die Todesrate unter den Blom&Voss-Zwangsarbeitern war besonders hoch. Józef Hryncewicz starb am 23. März 1945 – wahrscheinlich an den Folgen von Hunger, Kälte und Misshandlungen. Seine Uhr und zwei Ringe befinden sich in den Arolsen Archives.

Warschauer Aufstand III
Die SS ermordete gefangene AK-Kämpfer*innen, aber auch Zivilist*innen, in Massenexekutionen. Noch während des Aufstandes begannen die deutschen Besatzer die Stadtteile, auf die sie Zugriff hatten, zu räumen. Zuerst forderten sie alle Männer unter 50 Jahre, wenige Tage später auch die Frauen, auf, sich an Sammelpunkten zu melden. In Kolonnen trieben die Deutschen große Teile der Warschauer Bevölkerung aus der Stadt in das Durchgangslager 121 in Pruszków. Von dort aus verschleppten sie ca. 60.000 Polen und Polinnen zur Zwangsarbeit in deutschen Konzentrationslager.
Nach der Niederschlagung des Aufstandes war die Stadt beinahe vollständig zerstört. Der Warschauer Aufstand war die größte Erhebungen gegen das Nazi-Regime im besetzten Europa.
#Gesucht: Karczewska
Helena
Karczewska

Wir suchen Angehörige von Helena Karczewska, geboren am 14. Oktober 1896 in Stara Dąbrowa. Die deutschen Besatzer verschleppten die Hausfrau im Sommer 1944 während des Warschauer Aufstandes bei der Räumung der Stadt.

Vom Durchgangslager Pruzsków überstellten die Nationalsozialisten Helena Karczewska am 31. August 1944 in das Konzentrationslager Stutthof. Dort erhielt sie die Häftlingsnummer 86 886. Knapp einen Monat später überstellte die SS sie in das Außenlager Hannover-Langenhagen des Konzentrationslagers Neuengamme. Die vorwiegend polnischen und sowjetischen Zwangsarbeiterinnen in diesem Lager wurden in der Munitions- und Flugzeugproduktion eingesetzt. Danach verliert sich Helenas Spur. Die Arolsen Archives bewahren ihre Uhr mit Metallarmband auf. 

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Vom Durchgangslager Pruzsków überstellten die Nationalsozialisten Helena Karczewska am 31. August 1944 in das Konzentrationslager Stutthof. Dort erhielt sie die Häftlingsnummer 86 886. Knapp einen Monat später überstellte die SS sie in das Außenlager Hannover-Langenhagen des Konzentrationslagers Neuengamme. Die vorwiegend polnischen und sowjetischen Zwangsarbeiterinnen in diesem Lager wurden in der Munitions- und Flugzeugproduktion eingesetzt. Danach verliert sich Helenas Spur. Die Arolsen Archives bewahren ihre Uhr mit Metallarmband auf. 

#Gesucht: Orzechowski
Jan
Orzechowski

Wir suchen Angehörige von Jan Orzechowski, geboren am 19. Januar oder 2. Februar 1902 in Płońsk, nordwestlich von Warschau. Sein letzter bekannter Wohnort war in Warschau in der Wołomińska Straße 23.

Während des Warschauer Aufstandes trieben die deutschen Besatzer die Zivilbevölkerung aus der Stadt und deportierten Jan Orzechowski über das Durchganslager Pruszków am 31. August 1944 in das Konzentrationslager Stutthof. Fünf Tage später überstellte die SS ihn in das Konzentrationslager Neuengamme in Hamburg. Dort erhielt er die Häftlingsnummer 46 234. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. 1949 stellte Honorata Orzechowska aus Warschau, vermutlich eine Verwandte, über das Rote Kreuz einen Suchantrag nach Jan Orzechowski, der keine Ergebnisse hatte. Die Arolsen Archives bewahren seine Taschenuhr auf.

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Während des Warschauer Aufstandes trieben die deutschen Besatzer die Zivilbevölkerung aus der Stadt und deportierten Jan Orzechowski über das Durchganslager Pruszków am 31. August 1944 in das Konzentrationslager Stutthof. Fünf Tage später überstellte die SS ihn in das Konzentrationslager Neuengamme in Hamburg. Dort erhielt er die Häftlingsnummer 46 234. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. 1949 stellte Honorata Orzechowska aus Warschau, vermutlich eine Verwandte, über das Rote Kreuz einen Suchantrag nach Jan Orzechowski, der keine Ergebnisse hatte. Die Arolsen Archives bewahren seine Taschenuhr auf.

#Gesucht: Bazyka
Alexander
Bazyka

Wir suchen Angehörige von Alexander Bazyka, geboren 1912 in Brest-Litowsk. Er war Eisenbahner und Vater von vier Kindern. Die Sicherheitspolizei Białystok nahm ihn wegen angeblicher „Bandenbeteiligung” fest und lieferte ihn am 28. Februar 1944 in das Konzentrationslager Stutthof ein.

Er erhielt die Nummer 32 400 und wurde als „politischer Häftling” geführt. Sechs Wochen später, am 14. April 1944 verschleppten die Nationalsozialisten ihn nach Norddeutschland in das Konzentrationslager Neuengamme. Nach der Befreiung hielt Alexander Bazyka sich in Bremen auf. Später registrierte der „Hauptausschuss ehemaliger politischer Häftlinge“ ihn in Hannover. Sein Siegelring zeigt seine Initialen und wird in den Arolsen Archives aufbewahrt.

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Er erhielt die Nummer 32 400 und wurde als „politischer Häftling” geführt. Sechs Wochen später, am 14. April 1944 verschleppten die Nationalsozialisten ihn nach Norddeutschland in das Konzentrationslager Neuengamme. Nach der Befreiung hielt Alexander Bazyka sich in Bremen auf. Später registrierte der „Hauptausschuss ehemaliger politischer Häftlinge“ ihn in Hannover. Sein Siegelring zeigt seine Initialen und wird in den Arolsen Archives aufbewahrt.

Gefunden: 1945
Kurz vor der Befreiung durch die Alliierten räumte die SS die Konzentrationslager, schickte die Häftlinge auf Todesmärsche und verbrannte Akten sowie den Besitz der Verfolgten, um die Spuren des Mordens zu vertuschen. Der größte erhaltene Bestand persönlicher Gegenstände bei den Arolsen Archives stammt aus dem Konzentrationslager Neuengamme. Als die Alliierten heranrückten, ließ der Lagerkommandant die Gegenstände und Kleidung von circa 5000 Häftlingen wegschaffen. Die „Effekten“ wurden von britischen Soldaten in Lunden in Schleswig-Holstein gefunden. Aus den Konzentrationslagern Bergen-Belsen und Dachau konnten ebenfalls persönliche Gegenstände gerettet werden, aber nur eine geringe Zahl.
#Gesucht: Zawierucha
Krystyna
Zawierucha

Wir suchen Angehörige von Krystyna Zawierucha, geboren am 12. April 1924 in Zawiercie. Im Alter von nur 20 Jahren verschleppten die Nationalsozialisten sie während des Warschauer Aufstandes am 31. August 1944 in das Konzentrationslager Stutthof und registrierten sie mit der Häftlingsnummer 87225.

Auf ihrer Häftlingskarte trugen sie den Beruf Korsettarbeiterin ein. Bereits einen Monat später schickten sie Krystyna Zawierucha weiter ins Außenlager Hannover-Langenhagen des Konzentrationslagers Neuengamme. Dort erhielt sie die Häftlingsnummer 7831. Nach der Befreiung kam sie unter der Obhut alliierter Truppen ins Glynn−Hughes-Hospital. Das Krankenhaus war für die medizinische Versorgung der KZ-Überlebenden nahe dem Konzentrationslager Bergen-Belsen eingerichtet worden. Dort starb Krystyna Zawierucha nur wenig später am 4. Mai 1945.

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Auf ihrer Häftlingskarte trugen sie den Beruf Korsettarbeiterin ein. Bereits einen Monat später schickten sie Krystyna Zawierucha weiter ins Außenlager Hannover-Langenhagen des Konzentrationslagers Neuengamme. Dort erhielt sie die Häftlingsnummer 7831. Nach der Befreiung kam sie unter der Obhut alliierter Truppen ins Glynn−Hughes-Hospital. Das Krankenhaus war für die medizinische Versorgung der KZ-Überlebenden nahe dem Konzentrationslager Bergen-Belsen eingerichtet worden. Dort starb Krystyna Zawierucha nur wenig später am 4. Mai 1945.

#Gesucht: Wolborski
Stanisław
Wolborski

Wir suchen Angehörige von Stanisław Wolborski, geboren am 31. März 1910 in Łódź. Der Maschinentischler war unter den Zivilist*innen, die die deutschen Besatzer während des Warschauer Aufstandes aus der Stadt trieben und über das Durchgangslager Pruszków am 31. August 1944 in das Konzentrationslager Stutthof einlieferten.

Wenige Tage später deportierten sie ihn in das Konzentrationslager Neuengamme, wo er die Häftlingsnummer 46 419 erhielt. Er überlebte die nationalsozialistische Verfolgung und befand sich nach Kriegsende im einem DP-Lager in Neumünster. Aus seiner Heiratsurkunde wissen wir, dass er dort am 12. Juli 1945 die Polin Helena Gwardiak heiratete. Vermutlich war seine Braut ebenfalls eine ehemalige Zwangsarbeiterin. Die Arolsen Archives bewahren seine Taschenuhr und einen Glücksbringer auf.

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Wenige Tage später deportierten sie ihn in das Konzentrationslager Neuengamme, wo er die Häftlingsnummer 46 419 erhielt. Er überlebte die nationalsozialistische Verfolgung und befand sich nach Kriegsende im einem DP-Lager in Neumünster. Aus seiner Heiratsurkunde wissen wir, dass er dort am 12. Juli 1945 die Polin Helena Gwardiak heiratete. Vermutlich war seine Braut ebenfalls eine ehemalige Zwangsarbeiterin. Die Arolsen Archives bewahren seine Taschenuhr und einen Glücksbringer auf.

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Machen Sie mit und helfen Sie dabei, die von den Nazis gestohlenen Erinnerungsstücke in die richtigen Hände zu geben. Es ist eine Arbeit gegen die Zeit. Besuchen Sie unsere Website: Dort finden Sie Fotos der persönlichen Gegenstände und die Namen der NS-Verfolgten. Auf dieser Basis können Sie mitrecherchieren und uns wichtige Hinweise geben.

stolenmemory.org

Die Arolsen Archives sind ein internationales Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern des Nationalsozialismus. Die Sammlung gehört zum UNESCO Weltdokumentenerbe. Wir nutzen diese einzigartige Quelle für eine Vielzahl von Projekten, um Erinnerung, Wissen und Information im heutigen Leben zu verankern.

arolsen-archives.org

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